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Sauberkeit braucht ihre Zeit
Aufsuchen des Katzenklos muss mancher Samtpfote erst beigebracht werden
Chemnitz. Katzen, die von einem erfahrenen und seriösen Züchter gekauft werden, sind meist schon sauber. Treten dennoch Probleme auf, muss man dem jungen Stubentiger das Aufsuchen seiner Toilette geduldig beibringen.
Nach dem Kauf einer Samtpfote sollte man das Tier in eine saubere Katzentoilette setzen, die an einem geschützten und vor allem ruhigen Ort steht. Um dem Tier klar zu machen, was es mit der Kiste auf sich hat, kann der Halter eventuell mit der Hand in der Streu scharren. Ist das Kätzchen noch sehr klein und jung, kann es bei den ersten Versuchen durchaus passieren, dass es in der Kiste ermüdet. Dann sollte man das Tier ruhig eine Weile verschnaufen lassen. Wichtig in der Eingewöhnungsphase ist außerdem, den Stubentiger im Auge zu haben und ihn sofort in die Kiste zu tragen, wenn er sich im Zimmer hinhockt und zu scharren beginnt. Erzieherisch wirkt ebenfalls, dem Kätzchen anfangs immer wieder sein Klo zu zeigen. Natürlich kann es dennoch passieren, dass das Kätzchen sein "Geschäft" auf den Teppich erledigt. Deshalb meinen einige Züchter und Katzenhalter, dass man das Tier erst dann in die anderen Zimmer lassen sollte, wenn es die Toilette erfolgreich benutzt.
Was die Sauberkeit anbelangt, kann es auch bei älteren Katzen zu Problemen kommen. Das kann mehrere Ursachen haben. Entweder wehren sie sich gegen anderes Futter oder sie fühlen sich oft allein gelassen. Was der Tierhalter auch hier braucht, ist viel Geduld. Man sollte nur mit dem Tier schimpfen, wenn es auf frischer Tat ertappt wird. Völlig kontraproduktiv wirkt es, wenn der Vorfall schon länger zurückliegt und man das Tier im Nachhinein erziehen will. Auf keinen Fall sollte man die Katze mit der Nase in ihren Kot tauchen. Das ist zum einen Tierquälerei und zum anderen würde das bei dem Tier noch größeren Protest auslösen.