Samtpfoten benötigen im Sommer jederzeit einen schattigen Rückzugsort. Samtpfoten benötigen im Sommer jederzeit einen schattigen Rückzugsort.

Foto: Luana Rigolli/fotolia

Ein Schattenplatz für Bello und Mieze

Hunde und Katzen fühlen sichbei allzu großer Hitze unwohl und sind durch Hitzschlag gefährdet

Marburg. Das Fell schützt die Haut von Hund und Katze zwar vor direkter Sonneneinstrahlung, erschwert aber andererseits, dass Wärme leicht abgegeben werden kann. Die Tiere können die überschüssige Wärme nicht wie der Mensch durch Schweißdrüsen der Haut, sondern nur an Pfoten und Nase sowie über das Maul durch Hecheln abgeben, erklären die Experten vom Deutschen Grünen Kreuz (DGK).

Vor allem ältere Hunde sind an heißen Tagen gefährdet. Grundsätzlich aber kann jeder Hund einen Hitzschlag erleiden, der ungeschützt der Sonne oder hohen Temperaturen ausgesetzt ist. Hunde regulieren ihre Körperwärme durch Hecheln, wobei die Atemfrequenz dabei um ein Vielfaches gesteigert sein kann. Wenn das Hecheln sehr stark ist und Bewegungsstörungen und Taumeln auftreten, können dies erste Anzeichen für einen Hitzschlag sein. Im fortgeschrittenen Stadium treten Erbrechen, Schock und Bewusstlosigkeit ein. Besonders an schwülen Tagen sollten mit dem Tier keine längeren Spaziergänge unternommen werden. Es darf auch nicht lange im Auto bleiben. Auch während der Fahrt ist für eine gute Kühlung zu sorgen. Regelmäßige Pausen sind wichtig, in denen frisches Wasser angeboten wird.

Katzen dagegen lieben Wärme. Aber auch ihnen kann ein Zuviel schaden. Sie sollten immer ein schattiges Plätzchen aufsuchen können. Lange Autofahrten in der Mittagshitze sind für Samtpfoten tabu.

Falls das Tier Anzeichen eines Hitzschlages zeigt, bringt man es an einen schattigen und gut belüften Ort, kühlt es langsam mit nassen Tüchern oder braust es vorsichtig mit Dusche oder Gartenschlauch ab. Dabei ist es wichtig, stets bei den äußeren Extremitäten (Pfoten und Beinen) zu beginnen und dann langsam in Richtung Herz weiterzugehen. Niemals das Tier mit einem Schwall Wasser übergießen oder den Wasserstrahl direkt auf das Tier richten, da hierdurch ein tödlicher Schock ausgelöst werden kann. Gönnen Sie dem Tier viel Ruhe, um sich langsam zu erholen. (lu)

 
erschienen am 03.08.2012
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
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