Urlaub in Familie ist oft ohne den tierischen Freund undenkbar. Doch bevor es auf Reisen geht, gilt es Besonderheiten zu beachten. Urlaub in Familie ist oft ohne den tierischen Freund undenkbar. Doch bevor es auf Reisen geht, gilt es Besonderheiten zu beachten.

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Gerüstet für entspannte Ferien

Bei der Planung von Urlaub mit Tieren sollten einige spezielle Dinge bedacht werden

Chemnitz. Die Koffer sind gepackt und die Unterkunft gebucht, die Reise kann losgehen. 42 Prozent aller Hundebesitzer nehmen auch ihren vierbeinigen Freund grundsätzlich mit in den Urlaub, 19Prozent tun dies zumindest gelegentlich. Wahrscheinlich wären es sogar noch mehr, wenn das Tier die Fahrt nur besser vertragen würde. Doch es gilt, bei der Vorbereitung auf den Urlaub mit dem tierischen Freund weitere Besonderheiten zu beachten.

Übelkeit und andere Krankheiten

Die Reisekrankheit beim Hund ähnelt der beim Menschen, erklärt der Bundesverband für Tiergesundheit. Es handelt sich um eine Bewegungsübelkeit, die durch Beschleunigungskräfte verursacht wird. Sie tritt bei Schiffsreisen, beim Autofahren oder bei Flugreisen gleichermaßen auf. Reisekranke Hunde sind meist unruhig, sie hecheln und speicheln stark. Schlimmstenfalls erbrechen die Tiere während der Fahrt. Dazu gesellt sich häufig die Reise-Angst. Die Anzeichen sind sehr ähnlich, eine klare Trennung ist kaum möglich, zumal sich Reisekrankheit und Reiseangst unmittelbar beeinflussen und dadurch das Angstgefühl weiter verstärken.

Vor dem Urlaub gehört der Tierarztbesuch ohnehin zum Pflichtprogramm. Die meisten Staaten schreiben nämlich strenge gesetzliche Regelungen zur Einreise und für den Aufenthalt von Tieren in ihren Landesgrenzen vor. Auch lauern in vielen fernen Ländern Gefahren wie Infektions- und Wurmerkrankungen. Eine entsprechende Parasitenvorsorge schützt den Hund vor solchen unliebsamen Mitbringseln. Im Rahmen dieser Vorbereitungen sollten Hundehalter beim Tierarzt auch die Reisekrankheit ansprechen.

Probleme mit Futter vermeiden

Ein weiteres Problem beim Urlaub mit Hund kann das Futter sein, weiß Cornelia Ewering, Tierärztin und Ernährungsexpertin bei einem Hersteller von Heimtiernahrung: "Während wir uns vielleicht schon auf südliche Spezialitäten freuen, sind unsere Hunde echte Gewohnheitstiere. Feste Fütterungszeiten und nach Möglichkeit Konstanz in der Futterwahl helfen ihrer Verdauung." Falls möglich, sollten Hundehalter deshalb eine Urlaubsration des Futters einpacken, das ihr Tier gewöhnt ist. So vermeiden sie Stress, Verdauungsbeschwerden oder gar Ablehnung des Futters im Zuge einer Umstellung. Innerhalb der EU dürfen Waren zum eigenen Gebrauch mitgenommen werden - auch die Urlaubsration Futter. Ist es nicht möglich, Futter mitzunehmen, weiß der Hersteller des Stamm-Futters sicher, ob es dieses im Urlaubsland gibt.

Ist das gewohnte Futter nicht erhältlich oder lehnt es der Hund vor Ort ab, sollten Hundehalter dennoch nicht auf Tischreste zurückgreifen. Der Nährstoffbedarf von Hunden und Menschen weicht stark voneinander ab. Manche Lebensmittel wie Zwiebeln, Knoblauch oder Schokolade sind für Hunde giftig. Besser ist es, weitere Hundefuttersorten auszuprobieren.

Hunde müssen bei wärmeren Temperaturen mehr saufen. Hier gilt: Frisches Wasser sollte stets zur Verfügung stehen. Hunde regulieren ihren Flüssigkeitshaushalt dann sehr gut selbst. Im Urlaubsland sollte stark gechlortes Wasser aus der Leitung durch Trinkwasser aus der Flasche ersetzt werden. Zudem ist in heißen Ländern Trockenfutter optimal, denn Feuchtfutter kann schnell verderben. Am Tag der Abreise sollten Hunde nur wenig fressen und viel saufen. Zwischen der letzten Fütterung und Reiseantritt sollten mindestens vier Stunden liegen. So hat Reisekrankheit kaum eine Chance. Nach der Ankunft kann dann in Ruhe gefüttert werden.

Wer mit dem Auto zum Ferienort fährt, sollte alle zwei Stunden eine Pause machen, um dem Tier ein wenig Auslauf zu gönnen. Der Hund sollte dabei angeleint sein und Wasser bekommen. Niemals darf das Tier allein im Auto zurückzulassen werden. Die Temperatur im Wagen steigt bei Sonneneinstrahlung sehr schnell an. Das kann für den Hund lebensgefährlich sein.

Flug besondere Herausforderung

Beginnt der Urlaub mit einem langen Flug, ist das für Tierbesitzer und ihre vierbeinigen Lieblinge eine besondere Herausforderung. Grundsätzlich bieten die meisten Airlines die Mitnahme von Hunden und Katzen an, doch die Unterschiede sind groß. Wer mit seinem Tier in ferne Länder reisen will, sollte sich so früh wie möglich genau informieren, um gut in den Urlaub zu starten. Kleine Hunde und Katzen, etwa bis zu einem Gewicht von fünf bis sechs Kilogramm, können zumeist in einer Transportbox im Fluggastraum mitgenommen werden. Mittlere und größere Tiere müssen mit dem Gepäckraum vorlieb nehmen. Die Box muss luftdurchlässig und wasserundurchlässig sein. Ferner muss sie so groß sein, dass sich das Tier im Stehen um die eigene Achse drehen kann. Außerdem müssen von außen befüllbare Wasser- und Futterbehälter vorhanden sein. Der Boden sollte mit einer weichen Decke ausgelegt werden, die die Notdurft des Tieres aufnehmen kann. Alle nötigen Daten, etwa Name des Vierbeiners sowie Name und Adresse des Halters, müssen an der Transportbox angebracht werden. Idealerweise sollte der tierische Freund vorher an die Box gewöhnt werden.

Für alle Tiere im Flugzeug gilt, dass sie etwa zwölf Stunden vor Abflug zuletzt gefüttert werden und mehrmals in den Stunden vorher ausführlich Gassi geführt werden sollten, damit Magen und Darm möglichst leer sind. Sehr nervösen Tieren kann bei Bedarf ein Beruhigungsmittel verabreicht werden.

Wie Menschen sind auch Hunde und Katzen im Urlaub nicht vor Unfällen gefeit. Besonders in fern-exotischen Ländern in Südamerika, Afrika und Asien lauern Gefahren, zum Beispiel starke Hitze, giftige Tiere oder Dornengewächse. Insbesondere Reisenden mit Hunden und Katzen, die es in diese Regionen zieht, sollten den Abschluss einer Tierkrankenversicherung in Erwägung ziehen.

 
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Vielfältige Reiseangebote
 
erschienen am 11.05.2012
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
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