Nur in einem sauberen Aquarium fühlen sich Zierfische wohl, kommt ihre bunte Vielfalt perfekt zur Geltung. Nur in einem sauberen Aquarium fühlen sich Zierfische wohl, kommt ihre bunte Vielfalt perfekt zur Geltung.

Foto: Tatiana Volgutova/fotolia

Trübes Wasser im Aqaurium stört nicht nur die Sicht

Zierfischfreunde sollten regelmäßig Wasser wechseln

Chemnitz. Trübes Wasser hinter algenbewachsenen Scheiben statt eines klaren Ausblicks auf die munter umher schwimmenden Fische - diesen Anblick möchte kein Aquarianer erleben. Aus diesem Grund muss belastetes Wasser regelmäßig durch Frischwasser ersetzt werden, um Schmutzpartikel zu entfernen und das biologische Gleichgewicht im Aquarium zu erhalten. Wichtig ist, dass bei einem Wasserwechsel nicht das komplette Wasser, sondern nur etwa ein Drittel ausgetauscht werden sollte.

"Ein kompletter Wasserwechsel hat zur Folge, dass sich die vorhandenen Mikroorganismen, die in einem sogenannten eingefahrenen Aquarium Lebensgrundlage für Fische und Pflanzen sind, jedes Mal neu stabilisieren müssten", erklärt Günther Reichert, Aquarienexperte und Vizepräsident des Verbands Deutscher Vereine für Aquarien- und Terrarienkunde. "Ein Wasserwechsel in kleineren Mengen und kürzeren Abständen empfiehlt sich daher eher."

Damit der Wechsel einfach und schnell gelingt, werden ein Aquarienschlauch und je nach Aquariengröße mehrere Eimer benötigt. Um das Ansaugen des Wassers zu erleichtern, kann ein Schlauch mit Ansaugvorrichtung verwendet werden, der im Zoofachhandel erhältlich ist. Aus hygienischen Gründen sollte das Wasser nicht mit dem Mund angesaugt werden. Um das Altwasser aus dem Aquarium zu entfernen, wird ein Ende des Schlauches in einen Eimer gehalten und das andere Ende in das Aquarium. Ein Bodengrundreiniger an diesem Ende des Schlauchs entfernt beim Wasserwechsel gleichzeitig den Mulm vom Bodengrund.

Wenn das Wasser abgesaugt ist, wird das Aquarium wieder mit Leitungswasser aufgefüllt. Vorher sollten Aquarianer auf jeden Fall die Wasserwerte wie den ph-Wert und die Temperatur des Leitungswassers messen, die um maximal zwei Grad von der Temperatur des Aquarienwassers abweichen darf. Schlechte Werte kann man mit einem Wasseraufbereitungsmittel korrigieren. Zusätzlich sollten dem neuen Wasser biologische Reinigungsbakterien zugesetzt werden, da durch den Wasserwechsel viele nützliche Bakterien entfernt werden. Anschließend kann das frische Wasser ganz einfach mit einem Eimer, einer Gießkanne oder einem Schlauch in das Aquarium gefüllt werden. Je nach Beckengröße und Besatz des Aquariums ist ein Wasserwechsel alle sieben bis zirka 21 Tage zu empfehlen.

Das abgepumpte Wasser aus dem Aquarium muss nicht unbedingt im Abfluss landen, sondern eignet sich hervorragend für die Pflege von Zierpflanzen, weiß Experte Günther Reichert: "Altwasser aus dem Aquarium ist ein idealer Blumendünger." Hierbei sollte jedoch darauf geachtet werden, dass keine Reste von Heilmitteln im Wasser enthalten sind, da diese die Pflanzen schädigen können. (lu)

Service

www.ivh-online.de

 
erschienen am 14.09.2012
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
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