Ernährung

Mit gesunden Wildkräutern den Speiseplan auffrischen

Kräuter enthalten zahlreiche gesunde Inhaltsstoffe und sind eine wertvolle Ergänzung des Speiseplans


Nach dem Sammeln sind die gesammelten Kräuter möglichst frisch zu verarbeiten.

Foto: pixelio.de

Düsseldorf. Wildkräuter haben derzeit Saison. Sie enthalten zahlreiche gesunde Inhaltsstoffe und sind deshalb eine wertvolle Ergänzung des Speiseplans. Zu den bekanntesten Arten gehören beispielsweise Brennessel, Sauerampfer, Löwenzahn oder Brunnenkresse.

Wer auf die Suche nach den nützlichen Pflanzen geht, sollte allerdings einige Tipps beachten. Die Kräuter sind am Wegesrand, auf Wiesen und Feldern zu finden. Der Standort sollte hygienisch unbedenklich sein. In der Nähe von Straßen, Industrieanlagen, auf gespritzten oder mit Gülle behandelten Äckern und auf Hundewiesen ist auf das Sammeln zu verzichten. In Naturschutzgebieten ist die Suche ebenfalls tabu.

Wildgemüse enthält häufig mehr Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe als kultivierte Pflanzen. Die Inhaltsstoffe beeinflussen den Stoffwechsel positiv und wirken zum Teil entwässernd, blutreinigend, verdauungsfördernd oder appetitanregend. Trotz der Vorzüge ist es wichtig, nicht blindlings auf Kräutersuche zu gehen. Damit keine ungenießbaren oder giftigen Arten verzehrt werden, sollten nur Pflanzen mitgenommen werden, die einwandfrei erkannt werden. Am besten ist es, auf ein Bestimmungsbuch zurückzugreifen und sich gründlich von einem Experten einweisen zu lassen.

Auch müssen sich Menschen mit Erkrankungen vor dem Genuss genau über das Wildgemüse informieren, da manche Arten für bestimmte Krankheitsbilder schädlich sein können. Nierenkranke haben beispielsweise Sauerampfer zu meiden, da die Pflanze viel Oxalsäure bildet. Die beste Erntezeit ist laut Infodienst "aid" am Vormittag, da die Kräuter dann am saftigsten sind. Es sind nur Pflanzen auszuwählen, die keine Flecken oder angefressene Stellen aufweisen. Alte oder zähe Exemplare sind besser stehenzulassen. Mit Messer oder Schere können die Kräuter vorsichtig abgeschnitten werden. Nach dem Sammeln sind sie möglichst frisch zu verarbeiten.

Wer viele Pflanzen gesammelt hat, kann sie aber auch trocknen oder einfrieren. Schließlich ist es noch möglich, die wertvollen Rohstoffe durch Einlegen in Essig oder Öl haltbar zu machen. Die Zubereitung ist je nach Art ganz unterschiedlich. So lassen sich die jungen Blätter des Löwenzahns als Salat verwenden, der Sauerampfer eignet sich hervorragend als Suppe oder als Bestandteil der Frankfurter "Grünen Soße". Gänseblümchen wiederum schmecken im Kräuterquark oder in Buttermilchkräuterdrinks besonders gut. Im Internet oder in speziellen Kochbüchern finden sich zahlreiche Rezepte zur Verwendung der Wildkräuter.
(mp/lexa)


Erschienen am 16.06.2009


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