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Der Leipziger Cheftrainer Ralf Rangnick.

Foto: Jan Woitas/dpa/Archiv

15 Endspiele für RB Leipzig bis zur Bundesliga

erschienen am 08.01.2016

Leipzig (dpa) - Noch 15 Endspiele bis zum Aufstieg - ohne personellen Nachschlag rüstet sich Zweitliga-Spitzenreiter RasenBallsport Leipzig für seinen Weg in die Beletage des deutschen Fußballs. Am Freitag begrüßte Trainer Ralf Rangnick bis auf den langzeitverletzten Terrence Boyd alle 26 Spieler seines Kaders zum ersten öffentlichen Training. «Wir werden mit dieser Mannschaft in die zweite Hälfte der Saison starten und haben nicht vor, in der Winterpause jemanden zu holen», betonte der Coach.

Es ist eine komfortable Kadersituation für den Trainer, der weiß, wie man in die Bundesliga aufsteigt. Mit Ulm, Hoffenheim und Hannover schaffte er den Sprung in die Bundesliga. Dass der Erfolg in dieser Saison auch mit RB Leipzig gelingt, scheint bei einem Abstand von elf Punkten zu einem Nicht-Aufstiegsplatz ausgemachte Sache zu sein. Ist dem Coach der Meistertitel wichtig? «Wir denken nicht in Tabellenplatz-Dimensionen. Klar wollen wir am Ende, wenn es geht, weiter dort oben stehen. Aber für mich ist die Entwicklung der Mannschaft entscheidend. Wenn wir weiter Lernfortschritte erzielen, wird es nicht leicht sein, gegen uns zu gewinnen.»

Angst davor, dass seine Spieler aufgrund des großen Vorsprungs die Zügel schleifen lassen, hat Rangnick nicht. «Wir sind auf jeder Position mindestens doppelt besetzt. Da weiß jeder Spieler, dass er was tun muss, um in vier Wochen gegen Braunschweig im Kader zu stehen», stellte er klar.  

Bis dahin könnte es noch den ein oder anderen Abgang geben. Verteidiger Tim Sebastian wird eventuell zu New York Red Bull in die Major League Soccer wechseln. Wie Rangnick bestätigte, hat der Verein Interesse angemeldet. Sebastian selbst sagte: «Ich beschäftige mich mit dem Thema. Aber es gibt noch nichts zu verkünden. Ich habe eine Familie, mit der ich das absprechen muss.» Mittelfeldspieler Stefan Hierländer legte Rangnick bereits im Sommer einen Wechsel nah.

Dagegen dementierte der 57-jährige Trainer, dass es Anfragen europäischer Spitzenclubs für Spieler wie Emil Forsberg oder Lukas Klostermann gibt. «Es hat keiner angefragt und wir werden auch keinen einzigen unserer Leistungsträger abgeben», erklärte er. Forsberg sagte zu den Gerüchten: «Ich überlasse solche Dinge meinem Berater. Mein Ziel ist es, Leipzig in die Erste Liga zu führen.»

Dass eine lange Durststrecke von 22 Jahren ohne Bundesliga in Leipzig bald zu Ende gehen könnte, spüren auch die Fans. In der Winterpause erhöhte sich Zahl der Dauerkarten auf 12 000 - das sind mehr als ein Viertel aller Stadionplätze.

Bis zum ersten Punktspiel nach der Winterpause am 7. Februar vor heimischen Fans gegen Eintracht Braunschweig bestreiten die Leipziger in der Vorbereitung fünf Testspiele. Während des Trainingslagers vom 16. bis 26. Januar im türkischen Belek sind die zwei Schweizer Erstligisten FC St. Gallen und FC Thun Kontrahenten. Die Generalprobe steigt am 31. Januar im eigenen Stadion gegen den tschechischen Erstligisten FK Teplice.

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