Die Meistermannschaft des SV Merkur Oelsnitz: hinten von links Trainer Reinhard Schubert, Ronald Popp, Peter Wollmann, Robin Dörks, Dominic Oehm, Co-Trainer Steffen Windisch, vorn von links Martin Hendel, Daniel Thoss, Maximilian Merkel und Matthias Heckers. Foto: Franko Martin
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A-Junioren des SV Merkur Oelsnitz bejubeln den Titel
Die Junioren des SV Merkur Oelsnitz zeigten den Männern am Wochenende, wie's geht. Die A-Jugend-Fußballer wurden Hallen-Kreismeister, die B-Jugendlichen in der Spielgemeinschaft mit dem BC Erlbach Zweite.
ReichenbachErwarteter Rahmen mit unerwarteten Ausgang: Dass die drei höchstklassigen A-Jugend-Mannschaften des Vogtlandes die Hallenmeisterschaft unter sich ausmachten, überraschte am späten Samstagnachmittag in Reichenbach keinen, der Oelsnitzer Triumph aber schon. Merkur stahl zweimal seinem Punktspielrivalen VfB Auerbach die Show und riss dazwischen den enttäuschenden Landesligisten VFC Plauen aus allen Titelträumen.
"Der Überkreuzvergleich um die Finalteilnahme war unser Ziel. Mit der Meisterschaft haben wir mit unserer Rumpfmannschaft nie und nimmer gerechnet", freute sich Merkurs Coach Reinhard Schubert, dem mit Neumann und Voigt zwei Langzeitverletzte fehlten. Zwei andere Leistungsträger, Baumann und Baumer, kicken seit dem Jahreswechsel beim VFC. Zum direkten Wiedersehen kam es aber nicht, weil der VFC sein Halbfinale gegen die Auerbacher vergeigte. Oelsnitz wurde im Halbfinale von Wacker Plauen gefordert. Zwei verschossene Neunmeter kosteten Wacker eine Medaille.
Zwei Treffer Dominic Oehms brachten Merkur im Finale schnell in Führung. Nach dem Anschlusstreffer witterte der VfB noch einmal Lunte, die in den letzten 120 Sekunden mächtig brannte. Der Oelsnitzer Dörks flog mit Rot vom Parkett, als er sich mit dem Auerbacher Torschützen eine handfeste Rangelei lieferte. Die Aktion des VfB-Spielers blieb ungeahndet. In Unterzahl brachten die Oelsnitzer den kostbaren Vorsprung über die Runden.
Statistik
Halbfinale: VFC Plauen - VfB Auerbach 1:2, Wacker Plauen - Merkur Oelsnitz 5:6 (3:3) nach Neunmeterschießen. Strafstoßschießen um Platz 7: FSV Klingenthal - Lengenfeld/Treuen 3:0. Strafstoßschießen um Platz 5: Werda/Kottengrün/Grünbach - Reumtengrün/Dorfstadt/Schreiersgrün 4:2. Spiel um Platz 3: VFC Plauen - Wacker Plauen 5:4 (1:1) nach Neunmeterschießen. Endspiel: Merkur Oelsnitz - VfB Auerbach 2:1.
Spannung kommt kaum auf
Einen kräftigen Weckruf benötigte der spätere Sieger VFC Plauen, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Im ersten Vorrundenspiel lagen die Plauener gegen den Bezirksliga-Tabellenführer VfB Auerbach frühzeitig 0:3 im Hintertreffen. Als die Aufholjagd mit dem Ausgleich belohnt wurde, schlug der VfB aber kurz vor der Schlusssirene noch einmal zu. Es blieb der einzige Lapsus des Teams von Falk Schindler, der danach die Konkurrenz in souveräner Manier beherrschte. Den Syrauern blieb der Einzug ins Halbfinale wegen seiner weniger erzielten Tore verwehrt, denn Auerbach tobte sich in seiner letzten Vorrundenpartie, die er mit drei Treffern Unterschied gewinnen musste, gegen Muldenhammer aus (7:0).
In der anderen Gruppe hielt die Spielgemeinschaft Oelsnitz/Erlbach ihre Konkurrenz im Schach. Als echte Langweiler entwickelten sich die Halbfinals. Der VFC und Oelsnitz feierten Kantersiege. Die Auerbacher lagen gegen die Obervogtländer bereits nach fünf Minuten unaufholbar 0:4 im Hintertreffen. Klarer als das Resultat von 2:0 vermuten lässt, gestaltete der VFC das Finale. Spannung kam vor 140 Zuschauern kaum auf.
Statistik
Halbfinale: VFC Plauen - Stahlbau Plauen 6:0, VfB Auerbach - Oelsnitz/Erlbach 1:4. Strafstoßschießen um Platz 7: Trieb/ Treuen - Muldenhammer/Brunn 4:3. Strafstoßschießen um Platz 5: SC Syrau - Wernesgrün/Rodewisch 4:2. Spiel um Platz 3: VfB Auerbach - Stahlbau Plauen 8:1. Endspiel: VFC Plauen - Oelsnitz/Erlbach 2:0.