Asafa Powell lief in New York ein starkes ComebackFoto: CHRIS TROTMAN (AFP/Getty Images)
Asafa Powell startet stark in die Saison
Nach einer verkorksten Sommersaison hat sich Jamaikas Leichtathletik-Star Asafa Powell mit einem Paukenschlag bei seinem ersten Hallenrennen nach acht Jahren zurückgemeldet. Der Ex-Weltrekordler siegte beim Meeting im New Yorker Madison Square Garden über die selten gelaufenen 50 m in 5,64 Sekunden und sorgte damit für die beste Zeit des vergangenen Jahrzehnts. Den Weltrekord hält seit 1996 der kanadische Olympiasieger Donovan Bailey mit 5,56 Sekunden. Powells Erzrivale Usain Bolt legte bei seinem 100-m-Weltrekord 2009 in Berlin die erste Streckenhälfte in 5,47 Sekunden zurück.
"Das war schon ein wenig eigenartig für das erste Saisonrennen. Aber definitiv ist es eine gute Zeit zum Saisonstart", sagte Powell, der wegen einer Verletzung auf die Freiluft-WM im August in Daegu verzichten musste und einen Start bei den Hallen-Weltmeisterschaften in Istanbul (9. bis 11. März) anpeilt. Platz zwei in New York ging an Powells Trainingskollege Nesta Carter (5,67).
Das Frauen-Rennen über 50 m gewann Powells Landsfrau Veronica Campbell-Brown in guten 6,08 Sekunden. "Das ist ein Schritt in die richtige Richtung", sagte die 200-m-Olympiasiegerin, die sich auf Platz acht der ewigen Bestenliste setzte.
Die weiteren Disziplinen dominierten vor 6000 Zuschauern im altehrwürdigen "Garden" die US-Stars. Im Hochsprung setzte sich Weltmeister Jesse Williams (USA) mit 2,29 m durch. Das Kugelstoßen gewann Ryan Whiting mit 21,16 m vor Christian Cantwell (20,72) und Adam Nelson (20,68). Über 50 m Hürden wies Terrence Trammell (6,45) den Olympiadritten David Oliver (6,50) in die Schranken. Im Hürdensprint der Frauen siegte Ex-Hallenweltmeisterin Lolo Jones in starken 6,78 Sekunden.
Beim Meeting in Bordeaux verpasste Athen-Olympiasieger Félix Sánchez den inoffiziellen Weltrekord über die ganz selten in der Halle gelaufenen 400 m Hürden in 49,74 Sekunden nur um eine Hundertstel.