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Alexander Dartsch (links) und der Chemnitzer FC wurden im Halbfinale von den Erzgebirgern um Louis Samson (Mitte) gestoppt.

Foto: Kristin Schmidt (2) Bild 1 / 2

Aue holt sich Rückenwind und Prestige

Der FC Erzgebirge hat den Braustolz-Cup in der Chemnitz-Arena gewonnen. Dabei fiel Torhüter Martin Männel in ungewohnter Rolle auf. Für den Chemnitzer FC war bei dem Hallenturnier im Halbfinale Schluss.

Von Knut Berger
erschienen am 05.01.2016

Chemnitz. Dem FC Erzgebirge Aue ist die Titelverteidigung gelungen: Wie schon im Vorjahr entschieden die Veilchen den Braustolz-Cup in der Chemnitz-Arena für sich. Dabei musste die Mannschaft von Trainer Pavel Dotchev aber im Endspiel des Hallenturniers gegen den erstmals in Chemnitz gastierenden Regionalligisten Spielvereinigung Bayreuth ein hartes Stück Arbeit verrichten, bis der 7:5 (5:5)-Sieg nach Verlängerung feststand. "Bayreuth hat uns im Finale viel abverlangt, hop oder top war lange das Motto. Wir haben zum Glück in den letzten Minuten die Nerven behalten", sagte FCE-Torhüter Martin Männel, der im Turnierverlauf immerhin vier Treffer erzielte. Sicherlich wollte er die geglückte Titelverteidigung nicht überbewerten. "Aber mit diesem Erfolg können wir mit Rückenwind in die Vorbereitung starten", sagte der Keeper. Die Auer nahmen zudem eine weitere Trophäe mit ins Erzgebirge, denn Mario Kvesic wurde mit fünf Treffern Torschützenkönig.

Emotionaler Höhepunkt der Veranstaltung vor 2500 Zuschauern war sicherlich das Halbfinale gegen den Drittligakonkurrenten Chemnitzer FC, das sich fast alle der Zuschauer als Endspiel gewünscht hatten. Obwohl die Himmelblauen zweimal vorlegten, stand es in der Schlussphase 2:2. Durch einen satten Schuss von Männel von der Mittellinie in den Torwinkel sowie einen Treffer des 19-jährigen Marcin Sieber machten die Veilchen den Einzug ins Finale perfekt. Der Chemnitzer FC wurde am Ende Dritter. Betreut wurde das Team gestern von Co-Trainer Kay-Uwe Jendrossek. Chefcoach Karsten Heine leitete zunächst im Sportforum eine Übungseinheit, an der unter anderem vier Testspieler sowie Frank Löning und Ronny König teilnahmen, und kam später in die Arena. "Frank und Ronny haben wir ganz bewusst nicht für das Hallenturnier nominiert. Sonst steht aber alles, was noch gesund ist, im Aufgebot", sagte Jendrossek. Er bescheinigte seiner Truppe einen engagierten Auftritt, wenngleich in manchen Situationen der finale Pass zu ungenau gespielt worden sei.

In der Vorrunde hielt sich der CFC schadlos, gewann gegen die Regionalligisten VfB Auerbach und Wacker Nordhausen. Nach der Halbfinalpleite gegen Aue bezwang Chemnitz im Spiel um Platz drei den VfB Auerbach 3:2 (1:1) im Neunmeterschießen. Marcel Schlosser, einst in Chemnitz und Magdeburg und nun in Auerbach aktiv, war der Meinung, sich mit seiner Mannschaft gut verkauft zu haben: "Doch im Halbfinale gegen Bayreuth haben wir geführt, die Sache aber nicht nach Hause gebracht."

Aue-Trainer Dotchev bestimmte seinen Kader demokratisch: "Ich habe jeden meiner Spieler, den ich vorgesehen hatte, gefragt, ob er mitmachen will. Und dabei bekam ich keine Absage." Für ihn stellte die Endplatzierung seiner Mannschaft kein Kriterium für einen gelungenen Auftritt dar. "Die Jungs sollen ihren Spaß haben, dabei auf dem Spielfeld aber auch Emotionen zeigen und dem Publikum etwas bieten", sagte Dotchev. "In der Halle die Grätsche auszupacken, um unbedingt zu gewinnen, ist der falsche Weg."

Ergebnisse Gruppe A: Erzgebirge Aue - SpVgg Bayreuth 3:4, Aue - Hallescher FC 6:4, Bayreuth - Halle 0:0; Gruppe B: Chemnitzer FC - VfB Auerbach 6:2, Chemnitz - Wacker Nordhausen 4:3, Auerbach - Nordhausen 4:1; Halbfinale: Bayreuth - Auerbach 2:1, Chemnitz - Aue 2:4; Spiel um Platz 5: Nordhausen - Halle 2:5; Spiel um Platz 3: Auerbach - Chemnitz 2:3 im Neunmeterschießen; Finale: Bayreuth - Aue 5:7 nach Verlängerung.

CFC sortiert aus, Aue mit wenigen Änderungen

Beim Chemnitzer FC hat sich zu Jahresbeginn das Personalkarussell schwungvoll gedreht. Wenn die Mannschaft heute ins Trainingslager in die Türkei fliegt, werden sechs Akteure des bisherigen Kaders fehlen. Wie der Verein mitteilte, plane er nicht mehr mit Martin Fenin, Marco Kehl-Gomez, Reagy Ofosu, Timo Cecen, Alexander Nandzik, Marco Rapp und Torhüter Daniel Batz. Dafür nimmt der CFC vier Testspieler im Trainingscamp unter die Lupe. Das sind Linksaußen Samir Benamar (Arminia Bielefeld), die Verteidiger Jan Koch (Boleslav) und Marek Sisa (Viktoria Pilsen) sowie Mittelfeldmann Jonatan Kotzke (Wiesbaden), die bereits zum Trainingsauftakt am Sonnabend mitmischten.

Ganz anders gestaltet sich die Personalplanung beim FC Erzgebirge Aue. Im Lößnitztal baut man auf Kontinuität. Zwar verließ Philipp Hauck das Team, doch weitere Abgänge sind nicht geplant, sieht man von der angestrebten Ausleihe von Tom Nattermann ab. Mit Cebio Soukou verstärkte der FCE die Offensive bereits. "Mit einem weiteren Spieler sind wir aktuell noch im Gespräch, doch bezüglich einer Verpflichtung ist da noch nichts entschieden", sage Aues Cheftrainer Pavel Dotchev gestern. (kbe)

 
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