Verloren und ausgeschieden: Philipp Kohlschreiber

Foto: (Pixathlon)

Kohlschreiber verliert, Deutschland scheidet aus

Titelverteidiger Deutschland ist bei der Tennis-WM in Düsseldorf ausgeschieden. Philipp Kohlschreiber (Augsburg) unterlag im zweiten Einzel dem Weltranglistenachten Janko Tipsarevic aus Serbien 4:6, 6:3, 5:7. Nach der 6:7 (6:8), 3:6-Niederlage von Florian Mayer (Bayreuth) tags zuvor gegen Viktor Troicki lag der Rekord-Weltmeister beim Power Horse World Team Cup bereits vor dem abschließenden Doppel 0:2 zurück. In dem unbedeutenden Spiel verkürzten Philipp Petzschner/Christoper Kas (Bayreuth/Trostberg) auf 1:2.

Serbien trifft im Finale auf Tschechien, das sich gegen Vorjahresfinalist Argentinien 2:1 durchsetzte. Im vergangenen Jahr hatte Kohlschreiber das Duell gegen Tipsarevic im Rochusclub noch für sich entschieden und Deutschland damit den Weg zum fünften Titelgewinn geebnet.

Bei der 35. Auflage der Mannschafts-WM bewies Tipsarevic, warum er mittlerweile zu den besten zehn Spielern der Welt gehört. Der 27-Jährige hatte zuletzt beim Masters in Madrid seinen dominierenden Landsmann Novak Djokovic geschlagen und das Halbfinale erreicht. Gegen den ein Jahr älteren Kohlschreiber brauchte Tipsarevic allerdings Anlaufzeit, ehe er das Spiel unter Kontrolle bekam.

Bis zum 4:1 im ersten Durchgang war Kohlschreiber, bei den French Open in Paris (27. Mai bis 10. Juni) an Position 24 gesetzt, der bestimmende Spieler. Die deutsche Nummer eins servierte hervorragend und setzte den Bällen von der Grundlinie konsequent nach. Tipsarevic ließ sich allerdings nicht beeindrucken, gewann fünf Spiele in Serie und letztlich Satz eins.

Im zweiten Satz hielt dann Kohlschreibers Break. Der Weltranglisten-27. ließ sich von Tipsarevic nicht hinter die Grundlinie drängen und gewann den Durchgang dank seines starken Aufschlags.

Die Hoffnungen der deutschen Tennis-Fans auf ein spannendes Doppel und den neunten Finaleinzug in der Geschichte des World Team Cups wuchsen, doch Tipsarevic erteilte ihnen prompt einen Dämpfer und nahm Kohlschreiber gleich zu Beginn des dritten Satzes den Aufschlag ab. Der Augsburger kämpfte sich zurück, wehrte sechs Matchbälle ab, musste sich nach 2:25 Stunden dennoch geschlagen geben.

 
erschienen am 25.05.2012
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