Werner von Moltke (r.) und Thomas KrohneFoto: ()
Von Moltke legt sein Amt nach Olympia nieder
Werner von Moltke tritt nach den Olympischen Spielen in London nach 15 Jahren vorzeitig als Präsident des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) zurück. "Jetzt ist der richtige Zeitpunkt gekommen. Ich gehe freiwillig und hinterlasse ein bestelltes Feld", sagte der 76-Jährige dem Sport-Informations-Dienst (SID). Nachfolger soll nach Wunsch des DVV-Hauptausschusses Thomas Krohne werden.
"Ich habe immer gesagt, dass ich den Weg frei mache, wenn es einen geeigneten Nachfolger gibt. Das ist nun der Fall", sagte von Moltke, seit 1997 Chef der deutschen Volleyballer und ursprünglich bis 2013 gewählt. Er habe keinen Grund, böse zu sein, halte aber nicht viel davon "ewig am Amt kleben zu bleiben". Nun will der ehemalige Leichtathlet seinen Beitrag dazu leisten, dass es einen guten Übergang gibt und der Verband erfolgreich in die Zukunft gehen kann. "Mit der Olympia-Qualifikation des Nationalteams der Männer sind die Weichen gestellt", sagte er.
Von Moltke blickt auf viele Jahre als Funktionär zurück. Vor seinen Zeit als Präsident des Volleyball-Verbandes war er von 1989 bis 1997 unter anderem Vizepräsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes. Außerdem ist er Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande (2005) sowie des Silbernen Lorbeerblattes (1967). Eine neue Funktionärstätigkeit schloss von Moltke aus: "Ich werde sicher nicht nur in meinem Garten sitzen, aber ich werde mich etwas zurückziehen."
Am 25. August soll Krohne bei einem außerordentlichen Verbandstag zum neuen Präsidenten gewählt werden. "Die Präsidentschaft wäre eine Herausforderung für mich, der ich mich gerne stellen möchte, um damit meinen Beitrag zur weiteren Entwicklung und Modernisierung des Volleyballs und des DVV zu leisten", sagte der 50-Jährige, der in München als geschäftsführender Gesellschafter einer Sportrechteagentur arbeitet.