So soll das neue Stadion aussehen.Foto: Unternehmensgruppe Erfurth und Partner (Entwurf)
Chemnitzer FC: Zweitligafußball auf einer Baustelle?
Fußball-Club peilt Aufstieg an - Stadion-Nutzung in Liga zwei ist jedoch fraglich
Chemnitz. Seit 15 Spielen ungeschlagen, zuletzt fünf Siege hintereinander: Aufsteiger Chemnitzer FC mischt die dritte Liga auf, dass der Konkurrenz Hören und Sehen vergeht. Mit einem Sieg gegen Darmstadt am Ostersonntag ab 14 Uhr an der Gellertstraße könnten die Himmelblauen ihre gute Ausgangsposition im Kampf um den zweiten Aufstieg in Folge weiter ausbauen. In dem Zusammenhang stellt sich die Frage, ob der Club auch in Liga zwei seine gewohnte Heimspielstätte nutzen kann. Schließlich sollen im Sommer die Arbeiten zum Bau der neuen Arena beginnen. Bereits für die laufende Saison hatten die Himmelblauen eine Sondergenehmigung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) benötigt, weil beispielsweise die Sitzplatzkapazität für die dritte Liga im Stadion Gellertstraße zu gering ist.
Neuer Ansprechpartner
Fragen rund um die notwendige Ausstattung der Stadien für Liga zwei sind nicht mehr Sache des DFB, sondern fallen in den Verantwortungsbereich der Deutschen Fußball-Liga (DFL). Laut deren Lizenzierungsordnung muss das Fassungsvermögen der Spielstätten in der 2. Bundesliga mindestens 15.000 Zuschauer betragen, davon 3000 Sitzplätze. Mindestens ein Drittel der Sitzplätze müsse überdacht sein.
Ob diese und eine Reihe weiterer Auflagen auf der "Baustelle Gellertstraße" erfüllt werden können, ist mehr als fraglich. Nach Lage der Dinge benötigt der CFC im Falle des erneuten Aufstiegs zusätzliche Ausnahmegenehmigungen. "Man kann bei uns alles Mögliche beantragen. Ob es letztendlich genehmigt wird, ist eine andere Frage", sagte DFL-Sprecher Dirk Meyer- Bosse. Er nannte ein Beispiel, bei dem sich ein Profi-Club mit Erfolg an die Fußball-Liga gewandt hatte. "Erstligist SC Freiburg hat eigentlich ein zu kleines Spielfeld. Der Antrag des Vereins, sein Stadion trotzdem nutzen zu dürfen, ist von der DFL positiv entschieden worden." Aussagen zum Fall Chemnitz seien derzeit aber noch nicht möglich.
CFC-Vorstandsvorsitzender Mathias Hänel bestätigte am Dienstag, dass der Verein bereits Gespräche mit der DFL über eine Stadionnutzung in der 2. Bundesliga führt. "Konkrete Festlegungen sind jedoch noch nicht getroffen worden", so Hänel. Wie gewohnt spricht der 47-Jährige nicht gern über ungelegte Eier - erst recht in der Osterzeit. "Wir wollen jetzt erst mal schauen, wie sich die Dinge sportlich entwickeln", bemerkte der Vereinspräsident.
15:42 Uhr
f1234: @ballfreund:
Sie betreiben sicher keine Hetze, dafür aber billige Falschinformation. Die Stadt bzw. GGG finanziert sehr wohl den Profiklub. Oder was sonst stellt die Übernahme der Miete, die eigentlich vom Nutzer zu tragen ist, durch die Stadt dar?
Und was bitteschön wollen Sie mit dem verharmlosenden Ausdruck "Verschiebemasse" ausdrücken. Dass das eigentlich gar kein richtiges (Steuer)Geld ist, sondern nur wertneutrale Buchungsvorgänge sind?
Bitte versuchen Sie nicht, die Leser hier für dumm zu verkaufen!
16:40 Uhr
FraBe: Hut ab vor der sportlichen Leistung des CFC. Das war die einzig richtige Antwort, die ein Fussballclub auf die Stadionposse geben konnte.
ABER: Eins der wichtigsten Argumente der uneingeschränkten Befürworter war doch, dass der Imagegewinn für Chemnitz mit einem neuen Stadion enorm ist und auch Sponsoren dann aufspringen. Jetzt da das mit der 2. Liga ja wirklich klappen könnte (und selbst wenn nicht, die Leistung des CFC ist ja unabhängig davon beeindruckend und sympathiefördernd), müssten da nicht des öfteren Meldungen zur Unterstützung des CFC aus der Wirtschaft auftauchen??? Oder ist das alles noch geheim?
11:32 Uhr
Ballfreund: @Tourist: Sie betreiben sinnlose Hetze. Die Gelder für das neue Stadion sind Verschiebemasse zwischen Stadt und GGG. Der böse Profiklub erhält davon keinen einzigen Cent. Der finanziert sich und seine Angestellten selbst. Was man wiederum von Gunzenhauser & Co. leider nicht sagen kann.
09:06 Uhr
gelöschter Nutzer: Es hat geklappt!!!
Die Stadt und die GGGmbH wurden gewaltig unter Druck gesetzt.
Die OB und der Kämmerer haben bereits eine Haushaltsperre veranlaßt.
Damit kann weiteres Geld zu einem Profiklub umgeschichtet werden.