Chemnitzer FC verbessert sich auf siebenten Rang

Beim Rot-Weiß Oberhausen gab es ein 2:2-Unentschieden

Oberhausen. Die gute Nachricht: Die Himmelblauen bleiben auch im achten Spiel hintereinander ohne Niederlage. Die schlechte: In Oberhausen hätte es den fünften Sieg in Folge geben können. Doch daraus wurde es letztlich nichts. Sieben Minuten, nachdem Anton Fink (63.) die Chemnitzer mit 2:1 in Führung gebracht hatte, glich Oberhausen durch Dzaka nach einem Patzer von Philipp Pentke, der einen Göcer-Schuss prallen ließ, zum 2:2 aus. Der Torhüter des CFC sprach nach dem Spiel Klartext und nahm die Schuld am Gegentreffer auf sich. "Das Tor geht klar auf mich. Dafür möchte ich mich bei der Mannschaft entschuldigen", meinte Pentke. Was er höflicherweise unterschlug, war aber auch die Tatsache, dass der in Mitleidenschaft gezogene Rasen im Niederrheinstadion den Torhütern das Leben nicht leichter machte.

 

Früher Rückstand

 

Das Spiel hatte für die Chemnitzer gleich mit einer Schrecksekunde begonnen. Oberhausens Willers traf nach einem Freistoß und folgendem Gewühl im Strafraum zur Führung für den Gastgeber (3.). Das von Ex-Nationalspieler Mario Basler trainierte Team von Oberhausen, das in diesem Jahr noch nicht siegen konnte, witterte dadurch Morgenluft. Doch in der Folgezeit riss der CFC das Spiel mehr und mehr an sich und drückte auf den Ausgleich. Allein der wiederum überragende Ronny Garbuschewski hatte drei gute Chancen, ließ sie aber alle ungenutzt. Die rund 250 Fans aus Sachsen unter den 2600 Zuschauern konnten aber noch vor der Halbzeitpause jubeln. Nach einer tollen Vorlage von Linksverteidiger Thomas Birk köpfte Simon Tüting aus Nahdistanz ins kurze Eck ein (42.).

Nach dem Seitenwechsel hatte erneut Garbuschewski ein Tor auf dem Fuß. Aus sechs Metern vergab der Mittelfeldspieler aber die sichere Führung und schoss freistehend über das Tor (48.). Der Treffer für den CFC gelang dann aber Anton Fink. Der Angreifer köpfte nach einer fast akrobatischen Einlage die Himmelblauen nach einer Garbuschewski-Ecke in Führung. Das war bereits der vierte Treffer für den Neuzugang.

 

Schwaches Überzahlspiel

 

Nach dem Ausgleich hatte der CFC alle Trümpfe in der Hand, das Spiel doch noch zu gewinnen. Denn in den letzten 20 Minuten spielten die Gäste in Überzahl, weil Oberhausens Kunert nach grobem Foul Rot gesehen hatte. Im Gegenteil. Gleich zwei Mal (Silvio Bankert und Toni Wachsmuth) musste die Abwehr der Chemnitzer in einer turbulenten Schlussphase für den schon geschlagenen Philipp Pentke auf der Linie retten.

"Mit der Führung sind wir zu unkonzentriert umgegangen. Somit war der erneute Ausgleich gegen permanent kämpfende Oberhausener die logische Folge. Danach war alles möglich. So gesehen ist das Ergebnis im Großen und Ganzen in Ordnung", resümierte Trainer Gerd Schädlich, dessen Elf am Sonnabend den FC Carl Zeiss Jena empfängt.

Statistik: Oberhausen: Melka - Kunert, Willers, Schiller, Gataric - Abel, Weigelt, Göcer (90. Scheelen), Dzaka (V) - Torunarigha (66. Ellmann), Brown Forbes (V/79. Schliesing).

Chemnitz: Pentke - Stenzel, Bankert, Wachsmuth, Birk (V/82. Andersen) - Sträßer, Tüting - Garbuschewski, Schlosser (57. Aydemir) - Dobry, Fink.

 

Schiedsrichter: Dankert (Rostock), Tore: 1:0 Willers (2.), 1:1 Tüting (41.), 1:2 Fink (62.), 2:2 Dzaka (69.), Zuschauer: 2680. Rote Karte: Kunert (Oberhausen) wegen groben Foulspiels (71.).

 
erschienen am 20.02.2012 ( Von Jens Wohlgemuth )
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
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