Neue Demo-Route führt nicht am Millerntor vorbei

Foto: (Pixathlon)

Demonstration der Rostocker Fans genehmigt

Das Oberverwaltungsgericht Hamburg hat die geplante Demonstration der Fans des Fußball-Zweitligisten Hansa Rostock im Vorfeld des Spiels beim FC St. Pauli am Sonntag (13.30 Uhr/Sky und Liga total!) auf einer abgeänderten Route genehmigt. Damit gaben die Richter einer Beschwerde der "Fanszene Rostock e. V." teilweise statt. Der Demonstrationszug darf sich allerdings nicht, wie zunächst geplant, in die Nähe des Millerntor-Stadions bewegen.

Der Fanklub plant nun ab 11.00 Uhr einen Protestmarsch mit Start und Ziel am Paul-Nevermann-Platz in Hamburg-Altona. Anlass der Demonstration ist das von der Polizei aus Sicherheitsgründen verhängte Verkaufsverbot von Gästekarten. Wegen einer "anders nicht beherrschbaren Gefahrensituation" war zuvor nur eine stationäre Demonstration genehmigt worden.

Das Oberverwaltungsgericht sah jedoch die "Gefahr eines gewaltsamen Aufeinandertreffens von Fangruppen in dieser Weise nur dann, wenn der Demonstrationszug in die Nähe des Millerntorstadions gelangen würde." Dem werde durch die Abänderung der Route hinreichend Rechnung getragen. Der voraussichtlich hohen Zahl friedlicher Teilnehmer dürfe deshalb nicht die Möglichkeit genommen werden, den geplanten Demonstrationszug durchzuführen, soweit nicht konkrete Gefahren durch tatsächliche Anhaltspunkte belegt seien.

Roman Päsler, Vorstandsvorsitzender der Fanszene Rostock, forderte in einem Statement alle Teilnehmer auf, "sich friedlich zu verhalten und für Fanrechte einzustehen. Wir sind uns bewusst, dass wir an diesem Tage im Fokus der Öffentlichkeit stehen werden und negative Vorfälle den Erfolg unserer Demonstration und somit unseres Anliegens verhindern würden."

Am Montag hatte das Oberverwaltungsgericht Hamburg eine Beschwerde des Kiez-Klubs gegen das von der Hamburger Polizei verfügte Kartenverkaufsverbot für Hansa-Fans zurückgewiesen. In erster Instanz war bereits das Hamburger Verwaltungsgericht zum gleichen Urteil gekommen. Aus Angst vor Ausschreitungen am Rande des wegen der Fan-Feinschaft heiklen Nordderbys hat die Polizei zudem das Gebiet um das Millerntor-Stadion am Spieltag zwischen 9.00 und 20.00 Uhr zum Gefahrengebiet erklärt.

 
erschienen am 21.04.2012
© Copyright SID Sport-Informations-Dienst GmbH & Co. KG
 
Kommentare
1
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  • 21.04.2012
    20:21 Uhr

    UdopiaZwickau: Hoffentlich werden aus Rostock viele Demonstranten anreisen.

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