Maximilian Arndt: In Whistler nur auf Rang vier

Foto: CHRISTOF STACHE (AFP)

Deutsche Bobpiloten verpassen Podestplätze

Beim vorletzten Weltcup der Saison haben erstmals in diesem Winter alle deutschen Bobpiloten die Podestplätze verpasst. Auf der Hochgeschwindigkeitsbahn im kanadischen Whistler belegte Europameister Maximilian Arndt (Oberhof) in der "Königsdisziplin" Vierer mit seiner Crew den vierten Platz. Sein Rückstand auf den Dritten Lyndon Rush (Kanada), der am Samstag vor Arndt den Zweier-Wettbewerb gewonnen hatte, betrug deutliche 0,35 Sekunden. Für einen russischen Doppelsieg sorgten Alexander Subkow und Alexander Kasjanow (+0,14).

Arndt kostete ein Patzer beim Start des zweiten Laufs eine mögliche Podestplatzierung. Der Pilot war beim Einstieg mit dem linken Bein hängen geblieben und hatte dabei viel Zeit eingebüßt. "Wir hatten kleine Sorgen am Start, da habe ich mich mit einem meiner Anschieber verhakelt. Aber auch die Fahrt war nicht so sauber", sagte der frühere Junioren-Weltmeister.

Weltmeister Manuel Machata (Potsdam), der zuletzt im großen Schlitten mit zwei zweiten Plätzen in St. Moritz und Königssee ansteigende Form demonstriert hatte, musste sich mit Rang sechs zufrieden geben. Der Rückstand des Potsdamers auf Subkow betrug über eine Sekunde (+1,12). In der Gesamtwertung baute Subkow seine Führung auf Arndt vor dem großen Finale am kommenden Wochenende in Calgary weiter aus. Eine Woche später beginnt die WM in Lake Placid (17. bis 26. Februar).

Das deutsche Bobteam war nur mit zwei Vierer-Schlitten am Start. Bundestrainer Christoph Langen hatte die Nominierung des Weltcup-Neulings Francesco Friedrich aus Sicherheitsgründen zurückgezogen. "Er ist im Training zweimal gestürzt, da wollten wir kein Risiko eingehen", sagte Langen, der die Organisatoren für den gefährlichen Eiskanal kritisierte: "An der Bahn ist nichts verändert worden, nichts wurde entschärft."

Bei Olympia vor zwei Jahren hatte es bei Höchstgeschwindigkeiten von mehr als 150 km/h zahlreiche Stürze gegeben. Der georgische Rodler Nodar Kumaritaschwili war einen Tag vor der Olympia-Eröffnung tödlich verunglückt.

 
erschienen am 05.02.2012
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