Andreas Thiel übt Zweifel im Anti-Doping-Kampf

Foto: Heinz J. Zaunbrecher (SID Images)

Doping-Meldepflicht: Thiel äußert Zweifel

Der ehemalige Handball-Nationaltorhüter Andreas Thiel hat Zweifel an der Meldepflicht für Profisportler im Anti-Doping-Kampf geäußert. "Ich bin echt gespannt darauf, wie die ordentliche Gerichtsbarkeit ein langjähriges Berufsverbot bei drei Strikes in 18 Monaten (Versäumnisse der Meldepflicht, d. Red.) bewertet. Auf das Verfahren warte ich noch", sagte der Justiziar der Handball-Bundesliga auf einem Symposium des Max-Planck-Instituts für Sozialrecht und Sozialpolitik in Hamburg.

Bis Dezember habe es in der Handball-Bundesliga 18 Versäumnisse gegeben, darunter auch von Nationalspielern. Die Umstände der nicht erfolgten Doping-Kontrollen stellte Thiel als zweifelhaft dar. Eine Sperre durch die HBL könne er sich unter diesen Umständen kaum vorstellen.

Die Meldepflichten für Sportler beruhen auf der im Jahr 2009 revidierten Fassung des Codes der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA. Athleten sind demnach verpflichtet, ihren Aufenthaltsort der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA) zu melden, um für unangekündigte Trainingskontrollen zur Verfügung zu stehen. In den vergangen beiden Jahren hatten dagegen sowohl in Deutschland als auch im Ausland Profi-Sportler protestiert.

 
erschienen am 12.12.2011
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