Sportdirektor Fliegauf hofft auf das HalbfinaleFoto: (Sascha Droemer)
Eishockey: Wolfsburg vor Premiere bei Spengler-Cup
Zwölf Jahre nach dem letzten deutschen Sieg beim traditionsreichen Spengler-Cup in Davos (26. bis 31. Dezember) will der Eishockey-Vizemeister EHC Wolfsburg seine Außenseiterchance nutzen. Seit dem Sieg der Kölner Haie 1999 schaffte es keine Team aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) mehr ins Finale des ältesten internationalen Eishockey-Turniers der Welt.
"Als Spengler-Cup-Neuling will ich nicht vom Finale sprechen. Unser Ziel ist das Halbfinale. Dann hoffen wir natürlich, einen guten Tag zu erwischen", sagte Sportdirektor Karl-Heinz Fliegauf.
Für das Sechser-Turnier verstärkten sich die Wolfsburger, die am Freitagabend noch in der DEL gegen den EHC München antreten mussten, gleich mit drei Leihspielern. Neben dem ehemaligen Kölner Kevin Hecquefeuille und dem Finnen Ilkka Pikkarainen wird auch der ehemalige NHL-Profi Mike Bishai für den EHC auflaufen.
"Die Teilnahme ist für uns eine große Ehre und eine Abwechslung zum herkömmlichen Spielbetrieb. In einer tollen Atmosphäre guten Sport zu zeigen, sehen wir als eine Belohnung", betonte Fliegauf. Insgesamt werden bei den Spielen bis zu 80.000 Zuschauer erwartet.
Bei dem seit 1923 ausgetragenen Einladungsturnier treten in diesem Jahr neben dem Gastgeber HC Davos, dem Team Kanada und Wolfsburg noch die Kloten Flyers (Schweiz), der HC Vitkovice (Tschechien) und Dinamo Riga (Lettland) an. Rekordsieger ist Gastgeber Davos mit 14 Titeln, seit 1984 ist das Team Kanada, das aus in Europa spielenden Profis besteht, ebenso wie der Gastgeber gesetzt.