Blochin glaubt nicht an Rassismus in seinem Land

Foto: (Pixathlon)

Blochin: "Es gibt keinen Rassismus in der Ukraine"

Der ukrainische Fußball-Nationaltrainer Oleg Blochin schließt fremdenfeindliche Zwischenfälle bei der EM in seinem Heimatland aus. "Es gibt keinen Rassismus in der Ukraine, das ist eine politische Sache, die nichts mit dem Fußball zu tun hat", sagte der 59-Jährige am Sonntagabend in Kiew in barschem Ton auf eine entsprechende Frage eines englischen Journalisten: "In der Ukraine wird es sicherlich keine Zwischenfälle geben."

In Polen war es während des Spiels Russland gegen Tschechien zu fremdenfeindlichen Aktionen gekommen. Die UEFA hat daraufhin ein Disziplinarverfahren gegen den russischen Verband eingeleitet. Zuvor hatten sich Spieler der Niederlande über rassistische Schmähungen während eines öffentlichen Trainings in Krakau beschwert.

Auch eine Frage eines schwedischen Reporters missfiel dem eigentlich gut aufgelegten Blochin. Was genau die ukrainische Redewendung bedeute, sich "wie ein Schwede nach Poltwa" zu fühlen, wollte der von Blochin wissen. "Ich will nicht über Armeen oder Politik reden. Ich will guten Fußball sehen", blaffte Blochin.

Die Schlacht von Poltawa war eine der wichtigsten Waffengänge des Großen Nordischen Krieges zwischen Russland unter Zar Peter I. und Schweden, das damals von König Karl XII. regiert wurde. Mit dem Sieg gegen die Schweden sorgten russische Verbände mit Hilfe der (ukrainischen) Saporoger Kosaken im Sommer 1709 für einen Wendepunkt des Krieges. Am Montag treffen die Ukraine und Schweden (20.45 Uhr/ZDF) bei der Fußball-EM in Kiew aufeinander.

 
erschienen am 10.06.2012
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