DFB-Auswahl: Gute Chancen auf Confed-Cup

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat gute Aussichten auf eine Teilnahme am Confed Cup 2013 in Brasilien - und dies nicht nur als Europameister. Sollte Spanien am Mittwoch durch einen Halbfinal-Sieg gegen Portugal das EM-Finale am Sonntag (1. Juli) in Kiew erreichen, würde Deutschland schon ein Erfolg am Donnerstag (20.45 Uhr/ARD) in Warschau gegen Italien genügen, um für die WM-Generalprobe qualifiziert zu sein.

Spanien ist als Weltmeister für das Turnier vom 15. bis 30. Juni 2013 gesetzt. Dadurch rückt automatisch ein zweites Team aus Europa ins Teilnehmerfeld nach. Sollte Spanien jedoch gegen Portugal scheitern, hat nur der neue Europameister ein Startrecht.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat eine mögliche Teilnahme am Confed Cup in seinem Rahmentermin-Kalender schon einmal berücksichtigt und bis jetzt noch keine Länderspiele im kommenden Juni vereinbart. DFB-Präsident Wolfgang Niersbach bestätigte im SID-Gespräch, dass es über die Planungen bereits Gespräche mit der Liga gegeben hat.

Sollte sich die DFB-Auswahl nicht für das Turnier in Brasilien qualifizieren, "ist mit der Nationalmannschaft voraussichtlich eine Reise nach Nordamerika oder Südamerika geplant", sagte Niersbach. Auch dies sei bereits von den Vereinen abgesegnet.

Die deutsche Nationalelf hatte zuletzt 2005 am Confederations Cup teilgenommen. Damals war Deutschland als Ausrichter der WM 2006 gesetzt gewesen und belegte Platz drei.

Ansonsten war das DFB-Team nur noch einmal beim Confed Cup vertreten gewesen: 1999 war die bunt zusammengewürfelte Mannschaft des damaligen Teamchefs Erich Ribbeck allerdings schon in der Vorrunde gescheitert und hatte sich nach teils blamablen Auftritten heftige Kritik gefallen lassen müssen.

Bislang sind für das Turnier 2013, das voraussichtlich in sechs brasilianischen Städten ausgetragen wird, neben Gastgeber und Titelverteidiger Brasilien bereits Weltmeister Spanien die Kontinental-Meister Mexiko (Nord- und Mittelamerika und Karibik), Uruguay (Südamerika), Japan (Asien) und Tahiti (Ozeanien) qualifiziert. Das Achterfeld wird von einem weiteren Team aus Europa und vom Afrika-Meister komplettiert.

 
erschienen am 26.06.2012
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