Guus Hiddink wird kein Oranje-Cheftrainer

Foto: MUSTAFA OZER (AFP)

Hiddink gibt kein Comeback als Bondscoach

Der ehemalige niederländische Bondscoach Guus Hiddink gibt kein Comeback als Oranje-Cheftrainer. "Ich stehe nicht als Nachfolger von Bert van Marwijk zur Verfügung", schrieb der 65-Jährige, der derzeit beim russischen Fußball-Erstligisten Anschi Machatschkala unter Vertrag steht, in seiner Kolumne in der Tageszeitung Telegraaf. "Ich habe von meinem Klub gerade eine 'Carte Blanche' erhalten, und da kann ich unmöglich weglaufen. Das hätte auch Konsequenzen für alle Kollegen, die ich hierher geholt habe", fügte er hinzu.

Der Rücktritt von Bondscoach van Marwijk nach dem Vorrundenaus bei der EM in Polen und der Ukraine hat Hiddink überrascht. "Besonders die Geschwindigkeit, mit der es passierte. Seit Jahren sorge ich dafür, daß ich nach einer sportlichen Niederlage die Mannschaft zwei Tage nicht sehe. Eben sich einmal nicht in die Augen schauen, um dann ohne große Emotionen die Arbeit wieder aufzunehmen. Ich habe gemerkt, dass man dann oft zu anderen Schlussfolgerungen kommt. Darum habe ich den Eindruck, dass dies hier nicht passiert ist", meinte Hiddink, der von 1994 bis 1998 niederländischer Bondscoach war. Sein größter Oranje-Erfolg war das Erreichen des Halbfinales bei der Weltmeisterschaft 1998 in Frankreich.

Nach dem Rückzug von van Marwijk hat am Samstag auch Oranje-Mannschaftsarzt Gert-Jan Goudswaard offiziell seinen Rücktritt eingereicht. Der 50-Jährige, der zehn Jahre als Chefarzt des KNVB gearbeitet hat, übernimmt beim Fußballverband von Katar den Posten des medizinischen Direktors.

 
erschienen am 30.06.2012
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