Kein Freund der Torlinientechnik: Michel Platini

Foto: GABRIEL BOUYS (AFP)

Platini lehnt Torlinientechnik weiter strikt ab

UEFA-Präsident Michel Platini und die komplette Exekutive der Europäischen Fußball-Union haben sich strikt gegen die Einführung der Torlinientechnik ausgesprochen. Auf einer Sitzung der Exekutive am Tag vor dem EM-Finale in Kiew sprach sich das Gremium einstimmig dafür aus, künftig das schon während der EM-Endrunde praktizierte System mit einem Schiedsrichter, zwei Assistenten und zwei Torrichtern anzuwenden. Damit geht die UEFA auf Konfrontationskurs zu FIFA-Präsident Joseph S. Blatter, der sich zuletzt energisch für die Einführung der Torlinientechnik ausgesprochen hat.

"Ich bin absolut gegen die Torlinientechnologie. Was ist, wenn es ein Handspiel auf der Linie gibt, dann sieht das keine Technik der Welt. Wo sollen wir eine Grenze ziehen? Ich bin nicht nur gegen Torlinientechnologie, sondern gegen Technologie an sich", sagte Platini und ergänzte: "Sepp Blatter weiß genau, wie ich darüber denke." Die UEFA-Exekutive forderte die FIFA und deren Regelhüter vom International Board IFAB zu einer "offenen Diskussion über technische Hilfe" auf. Mitglied im Exekutivkomitee ist Ex-DFB-Präsident Theo Zwanziger.

Am kommenden Donnerstag (5. Juli) entscheiden Blatter und die IFAB bei einer Sitzung in Zürich über die Torlinien-Technik. Bei der EM in Polen und der Ukraine hatte es aufgrund des "Torklaus von Donezk", als der ungarische Schiedsrichter Viktor Kassai einen regulären Treffer des Ukrainers Marko Devic gegen England nicht anerkannte, heftige Kritik an den Torrichtern gegeben.

 
erschienen am 30.06.2012
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