Karsten Baumann ist neuer FCE-Cheftrainer. Karsten Baumann ist neuer FCE-Cheftrainer.

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Karsten Baumann neuer Trainer des FC Erzgebirge Aue: "Ich bin heiß auf Fußball"

Vertrag läuft bis Juni und verlängert sich mit dem Klassenerhalt

Aue. Während am Rosenmontag in seiner Heimatstadt Köln der Karneval tobte, saß Karsten Baumann ganz entspannt vor dem heimischen TV-Gerät und schaute sich das Zweitligaspiel zwischen Erzgebirge Aue und Braunschweig (1:1) an. Zu diesem Zeitpunkt konnte er noch nicht ahnen, dass er am darauf folgenden Spieltag selbst im Mittelpunkt des Geschehens stehen wird.

Nach Anruf sofort Koffer gepackt

Am Faschingsdienstag erreichte ihn gegen Mittag der Anruf von Aues Sportdirektor Steffen Heidrich. "Wir haben uns kurz ausgetauscht. Dann habe ich schnell zwei Koffer gepackt, mich ins Auto gesetzt und bin nach Aue gefahren", berichtete Baumann, der am Mittwoch als Nachfolger des tags zuvor beurlaubten Schmitt vorgestellt wurde. Der 42 Jahre alte Fußball-Lehrer unterschrieb einen Vertrag bis zum Saisonende. Dieser verlängert sich bei Klassenerhalt um eine weitere Spielzeit.

Die Anreise von Köln nach Aue verlief problematisch, Baumann steckte auf der Autobahn A 4 im Stau und traf erst am späten Dienstagabend im Erzgebirge ein. "Er hat in unserem Gespräch unglaublich überzeugend gewirkt. Über Details wie Geld und Laufzeit haben wir nicht mal zwei Minuten geredet", berichtete Heidrich. Der frühere Bundesliga-Stürmer hatte sich einst mit Baumann auf dem Rasen duelliert. "1993 habe ich in der Bundesliga noch gegen ihn gespielt. Er war ein kantiger, unangenehmer Innenverteidiger. Einer, der das Kämpferherz an der richtigen Stelle hat. Genau solche Typen brauchen wir beim FC Erzgebirge", erklärte Aues Sportdirektor. Als Abwehrspieler wusste Baumann zu überzeugen. 261 Bundesliga-Einsätze für den 1. FC Köln und Borussia Dortmund stehen in seiner Vita. Die beiden Engagements als Fußball-Lehrer waren dagegen eher von kurzer Dauer.

Als Trainer zwei Mal geschasst

Sowohl beim Drittligisten Rot-Weiß Erfurt (Februar 2008 bis April 2009) als auch beim VfL Osnabrück (Juli 2009 bis März 2011) musste er vorzeitig den Trainerstuhl räumen. Die Zeit seit seiner letzten Entlassung habe er genutzt, "um einen Marathon zu laufen, mein Studium zu beenden, den gesamten Garten umzugraben und das Haus komplett zu renovieren. Jetzt bin ich aber wieder richtig heiß auf Fußball und froh, dass es mit Aue geklappt hat", sagte der neue Chefcoach. Die kurze Zeit bis zum Punktspiel am Sonnabend bei Energie Cottbus will er nutzen, um den Veilchen neues Selbstvertrauen zu geben. "In der Mannschaft stecken Qualität und Potenzial. Ich glaube aber, dass den Spielern im Moment etwas der Glaube an sich selbst fehlt", wertete Baumann.

Mit der darauffolgenden Partie gegen den FSV Frankfurt am 4. März soll seine Elf dann wieder zu einer Heimmacht werden. "Ich bin immer gern nach Aue gefahren, aber nicht, um Fußball zu spielen. Denn im Erzgebirgsstadion gab es selten etwas zu holen", erinnerte sich Baumann. Als Trainer von Osnabrück hatte er mit seiner Elf am 28. Januar 2011 allerdings 1:0 in Aue gewonnen. Damals endete die imposante Bilanz von 29 Heimspielen in Folge ohne Niederlage - eine Serie, an die der FCE nie wieder anknüpfen konnte.

"Zu dieser Stärke müssen wir wieder finden. Wir haben noch sieben Heimspiele. Da wollen wir die Punkte sammeln, die für den Klassenerhalt notwendig sind", blickte der gebürtige Oldenburger voraus. An seiner Seite arbeiten weiterhin Assistenzcoach Marco Kämpfe und Torwarttrainer Russi Petkov.

 

Karsten Baumann im O-Ton

 
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Karsten Baumann neuer Trainer des FC Erzgebirge Aue: "Ich bin heiß auf Fußball"
Zur Person: Karsten Baumann
Fans des FCE setzen auf das Prinzip Hoffnung
 
erschienen am 22.02.2012
 
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