Alois Schwartz wird Trainer bei Rot-Weiß ErfurtFoto: (Firo)
Aachen und Erfurt stellen neue Trainer vor
Neue Trainer für zwei Fußball-Drittligisten: Alemannia Aachen und Rot-Weiß Erfurt haben am Montag René van Eck beziehungsweise Alois Schwartz offiziell vorgestellt. Nach den enttäuschenden Auftritten in den bisherigen acht Ligabegegnungen der neuen Saison sollen beide Übungsleiter ihre neuen Mannschaften aus der Krise führen.
Der Zweitliga-Absteiger aus Aachen setzt hierfür seine Hoffnungen in den Niederländer van Eck. "Wir haben einen Trainer gesucht, der in unser Profil passt. René kommt aus einem der besten Nachwuchsleistungszentren und kennt darüber hinaus die Dritte Liga", sagte Uwe Scherr, Geschäftsführer Sport.
Van Eck hatte zuletzt die U19 des 1. FC Nürnberg betreut und dort eigentlich noch bis 2014 unter Vertrag gestanden. Eine Ablösesumme musste die Alemannia allerdings nicht überweisen.
Mit dem FC Carl Zeiss Jena hatte der 46-jährige nach Stationen in der Schweiz und Finnland bereits reichlich Erfahrung in der Dritten Liga gesammelt. "Er besitzt einen genauen Plan, wie eine Mannschaft fußballerisch aufzutreten hat. Er hat mich in unseren Gesprächen sofort überzeugt", sagte Scherr weiter.
Zwei Wochen nach der Entlassung von Stefan Emmerling vertrauen die abstiegsgefährdeten Erfurter derweil einem Altbekannten: Schon von 2002 bis 2005 war Schwartz bei den Thüringern als Co-Trainer aktiv. Seit 2007 war er für die Amateure des 1. FC Kaiserslautern in der Regionalliga Südwest tätig und erhält in Erfurt nun einen Vertrag bis Ende Juni 2014.
"Ich möchte die Jungs schnellen, attraktiven und erfolgreichen Fußball spielen lassen", sagte Schwartz bei seiner Vorstellung. Er kündigte an, das Nachwuchskonzept des Vereins fortzusetzen: "Wenn ein jüngerer und ein älterer Spieler für mich gleich gut sind, dann spielt der jüngere." Als Profi machte Schwartz 85 Bundesligaspiele (4 Tore) für die Stuttgarter Kickers und den MSV Duisburg.
Zuvor hatte Interimstrainer Christian Preußer erklärt, den Drittligisten auf eigenen Wunsch nur noch bis zum Wochenende betreuen zu wollen. Der 28-Jährige kehrt nun wieder in den Nachwuchsbereich des Vereins zurück.
In der Liga hinken beide Vereine ihren Erwartungen deutlich hinterher. Mit zehn Punkten aus den ersten acht Spielen rangiert die Alemannia derzeit nur auf dem 13. Tabellenplatz. Damit liegt sie aber immerhin noch vor Erfurt, das mit fünf Zählern den vorletzten Rang belegt.