Trainer Gerd Schädlich hat in letzter Zeit viel Freude am Auftreten seiner Elf. Foto: Haertelpress
CFC hat Appetit auf Oberhausen
Nach vier Siegen in Folge ist Fußball-Drittligist Chemnitzer FC heiß auf die nächsten drei Punkte
Chemnitz. Gerd Schädlich ist in diesen Tagen viel als Improvisator gefragt. Die winterlichen Bedingungen und die Kälte der letzten Tage machten nicht immer ein Training wie geplant möglich. Erst gestern musste wieder variiert werden, da der etwa zehn Zentimeter hohe Neuschnee auf dem Kunstrasen des Sportforums erst weggeräumt werden musste. "Natürlich ist das Verletzungsrisiko unter diesen Bedingungen größer. Auch das Training von Spielformen ist nicht einfach. Doch da müssen wir durch", sagte der Cheftrainer der Chemnitzer.
Benjamin Förster fällt aus
Seine schwierigste Aufgabe in den vergangenen zwei Wochen nach dem 5:1-Erfolg gegen Unterhaching bestand darin, die Spannkraft der Spieler aufrecht zu erhalten. Nachdem die Partie beim SV Sandhausen ausfiel, wurde bis auf den Test beim Bezirksligisten Rapid Kappel (4:0) der gewohnte Trainingsrhythmus beibehalten. "Ganz klar, wir hätten lieber gespielt. Zumal Sandhausen ein echter Gradmesser dafür gewesen wäre, um zu sehen, wie weit wir uns verbessert haben", meint Abwehrspieler Fabian Stenzel zu dieser Situation.
Unter den schwierigen Bedingungen gleicht es fast einem Wunder, dass der CFC am Sonnabend bei Rot-Weiß Oberhausen (Anstoß: 14 Uhr) nahezu in Bestbesetzung antreten kann. Lediglich Benjamin Förster laboriert an einer Zerrung im Rücken und kann die Reise an den Niederrhein nicht mit antreten. Der 22-Jährige hätte aber zunächst nur auf der Auswechselbank Platz nehmen müssen, da Neuzugang Anton Fink erneut den Vorzug erhalten hätte. Schädlich hofft, das er sich in Oberhausen wie gegen Unterhaching als echter Torjäger präsentiert. "Die Voraussetzungen hat er. Er ist schnell und hat nicht umsonst schon einmal die Torjägerkanone in der 3. Liga mit 21 Treffern geholt", lobt Schädlich den gebürtigen Dachauer und fügt schmunzelnd hinzu: "Er muss je nicht immer drei Mal treffen."
Vier Siege in Folge, nur drei Zähler Rückstand zum Relegationsplatz, der Chemnitzer FC hofft, jetzt endgültig die Kurve in der 3. Liga bekommen zu haben. Dennoch gibt Gerd Schädlich zu bedenken: "Wir dürfen nicht vergessen, dass wir auch in der Hinrunde schon einmal so eine Serie hatten, danach kam aber eine Durststrecke. Ich hoffe, dass wir aus unseren Fehlern gelernt haben und nun einen Schritt weiter sind."
Wiedersehen mit David Jansen
In Oberhausen wird es für die Chemnitzer ein Wiedersehen mit David Jansen geben. Der Stürmer war noch vor zwei Jahren beim CFC auf Torejagd gegangen. Schädlich hält nach wie vor viel vom 24-Jährigen. "Schade, aber sein Berater wollte ihn unbedingt in die 2. Bundesliga holen." Doch beim SC Paderborn konnte sich Jansen nicht durchsetzen und wechselte in der Winterpause nach Oberhausen.
Ganz gleich, wo sich die Mannschaft aktuell in der Tabelle einreiht, nach wie vor schwebt über den Himmelblauen die magische Zahl "45". So viele Punkte sind notwendig, um zunächst einmal den Klassenerhalt zu sichern. Erst dann will man weitersehen. Zu weitergehenden Aussagen lässt sich auch Schädlich nicht locken. Ist das Ziel geschafft, sollen auch möglichst frühzeitig die Planungen für die kommende Saison beginnen. Denn am 5. Mai ist das Spieljahr in der 3. Liga bereits Geschichte.
Voraussichtliche CFC-Aufstellung: Pentke - Stenzel, Wachsmuth, Bankert, Birk - Garbuschewski, Sträßer, Tüting, Schlosser - Dobry, Fink.