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Hauptsache links: Nils Miatke kann im linken Mittelfeld spielen, fühlt sich in der Abwehrkette des FSV aber noch wohler.

Foto: S. Sonntag/PICTURE POINT

FSV Zwickau will mit alten Tugenden neue Serie starten

Nach einem überragenden Frühjahr hat Drittligist FSV Zwickau zuletzt etwas den Faden verloren. Am Sonntag (14 Uhr) gegen Fortuna Köln will die Ziegner-Truppe ihn wiederfinden.

Von Gerd Daßler
erschienen am 21.04.2017

Zwickau. Der Höhenflug ist vorerst gestoppt. Nach neun ungeschlagenen Spielen (8 Siege, 1 Unentschieden) wurden die Westsachsen mit den beiden 1:2-Niederlagen in Lotte und im Pokalhalbfinale in Chemnitz auf den Boden der Realität zurückgeholt. "Wir sind keine Überflieger, müssen uns den Erfolg in jedem Spiel hart erarbeiten. In den letzten drei Partien haben wir für die Gegner einfach zu viel zugelassen", moniert Nils Miatke. Schon beim 2:1-Erfolg gegen Aalen hat die Mannschaft nicht an die starken Auftritte in den Wochen zuvor angeknüpft, in Lotte und Chemnitz hinten in entscheidenden Momenten gepennt sowie vorn zu wenig Kreativität und Torgefahr entwickelt.

Das Pokalaus wurmt Miatke: "Wir hatten eine gute Chance, ins Endspiel zu kommen, und haben diese durch eigene Fehler zunichte- gemacht." Der 27-Jährige will mit dem FSV nun alles versuchen, doch noch erneut in den DFB-Pokal zu kommen. "Das war ein schönes Erlebnis gegen den Hamburger SV. Dort wollen wir wieder hin. Es wird aber schwer, den vierten Platz in der Liga zu erreichen, weil wir noch drei Auswärtsspiele haben und durch das schlechtere Torverhältnis gegenüber den Konkurrenten gleich vier Punkte aufholen müssen. Doch wenn wir gegen Köln wieder die Aggressivität und Leidenschaft der Wochen vor dem Aalen-Spiel auf den Platz bekommen, können wir eine neue Serie starten", blickt Miatke nach vorn und verweist auf die fast ausweglose Situation zur Winterpause. Damals wurde das Team als Vorletzter mit 17 Punkten zum sicheren Absteiger abgestempelt . "Da hätten uns alle ausgelacht, wenn wir gesagt hätten, dass wir fünf Spieltage vor Schluss nichts mehr mit dem Abstieg zu tun und sogar die Chance auf Platz vier haben", betont Miatke, der auf der linken Seite einen feste Größe im System von Torsten Ziegner ist.

Nach anfänglichen Problemen in Zwickau biss er sich auf der Position des linken Verteidigers fest. Nach dem Kreuzbandriss von Christoph Göbel rückte er nach vorn auf die linke Außenbahn. "Ich komme auf beiden Positionen zurecht, spiele aber lieber hinten. In Cottbus habe ich jahrelang im linken Mittelfeld gespielt, ehe ich in Jena zum Verteidiger umfunktioniert wurde", erzählt Miatke. Gegen Fortuna Köln wird er in der Startelf stehen - wahrscheinlich im Mittelfeld. Ziegner hat aber auch die Option, ihn wieder nach hinten zu dirigieren und vor ihn Robert Koch zu platzieren. "Es war auch ein Grund für unsere Erfolgsserie, dass einige Spieler variabel einsetzbar und wir dadurch schwerer auszurechnen sind", meint Ziegner, der nach dem Pokalmarathon von Chemnitz keine Ausfälle zu beklagen hat. Er hofft dass sich "die Jungs gut regenerieren."

Der Coach hat hinter das eigentliche Saisonziel Klassenerhalt längst einen Haken gemacht und nun das Ticket für den DFB-Pokal im Visier. Das Team könnte dabei noch ein paar mehr Fans als Unterstützung vertragen. "Die Leute, die kommen, unterstützen uns toll. In Zwickau hat sich alles auf einen Schnitt von 4000 bis 5000 Leuten eingepegelt, die Ostderbys ausgenommen. Die Mannschaft hat es verdient, dass mehr Zuschauer kommen", sagt der Trainer. Personell wird es beim FSV keine Veränderungen geben. Marcel Bär ist nach einer Viruserkrankung ins Training eingestiegen, wird aber bestenfalls auf der Reservebank Platz nehmen.

Voraussichtliche FSV-Aufstellung: Brinkies - Schröter, Wachsmuth, Acquista- pace, Lange - P. Göbel, Frick, Könnecke, Miatke - Nietfeld, König.

 
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