Fußballprofi Simon Tüting vom Chemnitzer FC warnt nach der Siegesserie

"Wir sollten alle auf dem Boden bleiben" - Spiel beim SV Sandhausen steht auf der Kippe

Chemnitz. In dieser Woche bekam CFC-Spieler Simon Tüting aus erster Hand Informationen über den nächsten Gegner. Mit Sandhausens Stürmer Regis Dorn, den er aus gemeinsamen Zeiten beim FC Hansa Rostock kennt, könnten sich am Sonnabend theoretisch die Wege auf dem Rasen kreuzen. Wenn es denn einen bespielbaren Rasen im Hartwaldstadion gibt. "Sie haben keine Rasenheizung. Der Platz ist knüppelhart", zweifelt Tüting.

Kumpel Regis Dorn war in der Saison 2009/10 mit 22 Treffern Torschützenkönig für Sandhausen in der 3. Liga. Dieses Jahr hat er aber noch keine Partie bestritten. Beim 0:2 im Nachholespiel am Dienstag in Aalen saß er nicht mal auf der Bank. Anders als Tüting. Der 25-Jährige hat offenbar seinen Stammplatz im zentralen, defensiven Mittelfeld des CFC gefunden. Neben der Abwehrarbeit zeigte Tüting, der von seinen Mitspielern "Tüte" gerufen wird, welche Aufgabe ihm im Spiel des Clubs noch zukommt. Gegen Unterhaching bereitete er das 5:1 von Anton Fink mit einem Steilpass mustergültig vor: "Bei diesem Vorsprung gelingen eben Dinge, die sonst mitunter schwerfallen", wollte Tüting dies nicht überbewerten.

Der gebürtige Bramscher erlernte das Fußball-Abc in der Jugend des Ligakonkurrenten VfL Osnabrück. Über den FC Hansa Rostock, für den er ein Bundesliga-Spiel bestritt, kam er zum 1. FC Magdeburg, verließ im Sommer 2010 jedoch den Regionalligisten. Im letzten Winter heuerte er beim CFC an, schwankte aber zu sehr in seinen Leistungen. "Auch mit dieser Hinrunde konnte ich nicht zufrieden sein. Jetzt sieht es schon besser aus. Aber wir sollten alle auf dem Boden bleiben", mahnt Tüting an, trotz der Tuchfühlung zu Relegationsplatz drei nicht alle zwei Wochen die Zielstellung zu ändern: "Das wäre das falsche Signal. Es ist gut, dass wir uns durch die Siegesserie den Druck genommen haben. Da können wir befreit aufspielen."

Trainer Gerd Schädlich hört das sicher gern. Am Mittwoch konnte er im Training erneut auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. Den verschärften Konkurrenzkampf bekommt auch Simon Tüting zu spüren, sieht das aber gelassen: "Das gehört zum Geschäft dazu, erhöht das Niveau. Der Kampf wird fair geführt. Wir tragen schließlich alle das gleiche Trikot." Und dies momentan ziemlich erfolgreich. (tp)

Voraussichtliche Aufstellung, CFC: Pentke - Stenzel, Wachsmuth, Bankert, Birk - Sträßer, Tüting - Garbuschewski, Schlosser - Dobry, Fink.

 
erschienen am 09.02.2012
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
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