Positive Resonanz auf FIFA-Beschluss

Foto: FABRICE COFFRINI (AFP)

Muslime begrüßen Aufhebung des Kopftuchverbotes

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) hat die Aufhebung des Kopftuchverbotes durch den Fußball-Weltverband FIFA begrüßt. "Dies ist ein wichtiger Schritt in Richtung Normalität und umfassende Teilhabe am gesellschaftlichen Leben", sagte die ZMD-Generalsekretärin Nurhan Soykan am Dienstag in Köln. Der Zentralrat rief muslimische Mädchen dazu auf, sportliche Angebote anzunehmen und sich nicht von Kleidungsvorschriften entmutigen zu lassen.

Ausdrücklich lobte der ZMD die Arbeit des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), der sich seit 2006 mit seinem Projekt "Fußball ohne Abseits" speziell an Mädchen aus Familien mit muslimischem Migrationshintergrund wendet. Der DFB hatte die Entscheidung der FIFA ebenfalls begrüßt.

Anfang Juli hatten die Regelhüter des International Football Association Board (IFAB) einstimmig beschlossen, das Tragen von Kopftüchern vorerst für eine Testphase zuzulassen. Die zulässigen Schnitte, Farben und Materialien sollen nach der IFAB-Jahresgeschäftssitzung im Oktober in Glasgow festgelegt und bestätigt werden. Das Kopftuchverbot war 2007 aus Sicherheitsgründen ausgesprochen worden.

 
erschienen am 07.08.2012
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