Foto:
VfB Auerbach startet Saison mit Partie gegen Magdeburg
Nach holpriger Vorbereitung wird am Sonntag um 13.30 Uhr gespielt
Auerbach. Viele Fragezeichen - und noch gibt es keine Antworten. Beim VfB Auerbach steigt wenige Stunden vor dem Start in die Regionalliga beim 1. FC Magdeburg die Spannung. Es wird die Premiere der Vogtländer in der vierten deutschen Spielklasse sein.
Damit verbunden ist schon die erste offene Frage, die sich die Auerbacher Verantwortlichen seit Wochen stellen: Wie lang wird es dauern, bis die Gelb-Schwarzen auch sportlich in der Liga ankommen. Von einer Gewöhnungsphase will Trainer Steffen Dünger nicht viel wissen. Er sei froh, dass es nun endlich losgeht. "Die Vorbereitung ist zwar immer eine schöne Zeit. Man steht nicht so unter dem Druck der Punktspiele. Wir hatten nun aber genug Zeit uns vorzubereiten. Jetzt können wir uns beweisen."
Eine Aussage darüber, wie stark der Aufsteiger ist, konnten die Vorbereitungsspiele nicht geben. Zu unterschiedlich waren die Gesichter, die das Team anbot. Nur eins ist sicher: Auerbach wird an der Börde auf seine Defensive bauen - das Prunkstück der Testphase. "In erster Linie muss unser Abwehrverhalten gut sein. Wie wir uns insgesamt taktisch verhalten, dürfte sich erst im Laufe des Spiels ergeben", so Dünger ganz pragmatisch. Wohl auch deshalb, weil hinter dem 1. FC Magdeburg ebenfalls ein Fragezeichen steht. Der Vorjahres-Letzte der Regionalliga stellte sportlich alles auf den Kopf: Neuer Trainer, neues Team - die Frage, wo die Mannschaft sportlich steht, ist noch lang nicht beantwortet.
Einige Experten - wie Zwickaus Coach Torsten Ziegner - trauen Magdeburg sogar eine Spitzenplatzierung zu. "Es war klar, dass Magdeburg das Team umkrempeln musste, dazu verpflichtet allein schon die Tradition. Jetzt ist eine Aufbruchstimmung zu spüren. Doch nach so einem Komplettumbruch muss erst einmal alles funktionieren", erklärt Steffen Dünger, warum er durchaus eine Chance wittert. Aus eigener Erfahrung kennt er die Situation, vor der FCM-Coach Andreas Petersen steht: "Vorbereitung ist das eine, Punktspiele sind immer noch etwas anderes." Dünger blickt auf sein erstes Jahr beim VfB zurück, als er mit einer neu formierten Mannschaft zwar eine gute Vorbereitung spielte, aber in der Liga Probleme hatte. Nun ist sein Team eingespielt: "Wir sind routiniert, schon lange Zeit zusammen. Wir werden es Magdeburg nicht einfach machen."
"Wir hatten genug Zeit uns vorzubereiten. Jetzt können wir uns beweisen."
Steffen Dünger VfB-Trainer
Welche Elf er am Sonntag aufs Feld schicken wird, verrät der VfB-Coach noch nicht. "Obwohl es dieses Jahr mit den vielen Spielern ohne eine optimale Vorbereitung einfacher ist: Grundsätzlich wird das nach der letzten Trainingseinheit, zum Teil erst eine anderthalbe Stunde vor Spielbeginn, entschieden", lässt Dünger noch einige Fragezeichen im Raum stehen. Beispielsweise, wer im Tor stehen wird. "Oliver Dix und Markus Dölz haben beide eine ausgeglichene Vorbereitung mit Lichtblicken und Schwächen gespielt. Vielleicht gehen wir einen ganz anderen Weg", so Dünger vielsagend auf die Frage nach dem Stammkeeper. Mit mehr will er aber herausrücken: "Das besprechen ich zuvor noch mit dem Torwarttrainer Lutz Emde."
Egal, wer zwischen den Pfosten steht, klar ist: Auerbach will in Magdeburg punkten. "Auf jeden Fall wollen wir nicht verlieren. Wie viele Punkte wir mitnehmen, hängt auch vom Spielverlauf ab", sagt Dünger. Er hofft darauf, dass seine Spieler anstatt eines Fragezeichens ein Ausrufezeichen setzen.
So könnte Auerbach spielen: Dix (Dölz) - Vogel, Otte (Kubice), Häußler - Jedinak, Rau - Hampf, Wemme (Zurawsky), Sommermeyer (Dressel) - Pfoh, Schuch (Bocek).