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FSV-Trainer Torsten Ziegner ist bedient von der Leistung des Schiedsrichtergespanns.

Foto: k. Kummer/PICTURE POINT

Sachsenpokal: CFC bejubelt Finaleinzug, für Ziegner ist der Schiri schuld

Der CFC steht im Finale des Sachsencups, Zwickau muss in Richtung DFB- Pokal den Umweg über die Liga nehmen. FSV-Trainer Torsten Ziegner hat einen Schuldigen für die 1:2- Niederlage ausgemacht.

Von Thomas Scholze
erschienen am 20.04.2017

Chemnitz. Irgendwer ist immer schuld. Aus Sicht des Chemnitzer FC vor allem Björn Jopek und Dennis Mast, die den Himmelblauen am Mittwochabend mit ihren Treffern zum 2:1-Sieg nach Verlängerung den Weg ins Sachsenpokal-Endspiel ebneten. Aus Sicht von Torsten Ziegner, Trainer des im Halbfinale unterlegenen FSV Zwickau, sind es Schiedsrichter Lars Albert und dessen Assistenten. "Ganz traurig", nannte es Ziegner, "dass der Sächsische Fußballverband nicht in der Lage ist, zu einem Duell zwischen zwei Drittligisten einen Drittliga-Schiedsrichter zu schicken."

Albert, geboren in Muldenhammer, mittlerweile 38 Jahre alt und Mitglied bei RB Leipzig, ist nur bis zur Regionalliga an der Pfeife, da mit 54 Einsätzen aber durchaus ein gestandener Mann. Im Landespokal leitete er unter anderem das Semifinale im März 2015, als der CFC 2:0 in Bautzen siegte, und das Endspiel im vergangenen Mai, als sich der FC Erzgebirge Aue in einer von Fanausschreitungen überlagerten Auseinandersetzung mit einem 1:0-Erfolg über den FSV Zwickau die Trophäe schnappte. Keine Auffälligkeiten, Albert betreffend, damals. Am Mittwoch pfiff er fehlerhaft, großteils kleinlich, ließ dann aber auch ziemlich heftige Attacken durchgehen. Ein schwacher Auftritt des Unparteiischen, aber kein parteiischer. Entschieden hat Albert das Match nicht. Auch nicht, als er in der 93. Minute eine von seinem Linienrichter so erkannte Ecke gab, die eigentlich keine war. Diesem Standard folgte Masts Siegtor.

CFC-Trainer Sven Köhler bedankt sich bei Björn Jopek, dem Torschützen zum 1:0.

Foto: K. Kummer/PICTURE POINT

"Ecke hin, Ecke her", fuhr Zwickaus Torschütze Ronny König seinem Trainer in die Parade, "man kann so eine Ecke auch besser verteidigen." So wie über weite Strecken der Partie die Gastgeber. Nach spielerisch guter erster Halbzeit zog sich der CFC später immer weiter an den Strafraum zurück, die nach dem Ausfall des am Knie verletzten Berkay Dabanli weiter geschwächte Abwehr verrichtete Schwerstarbeit, um die nach Ziegners Wechseln mit vier Stürmern vehement, aber auch recht planlos anrennenden Zwickauer an einem Treffer zu hindern. Das funktionierte erst einmal nur bis zur 85. Minute, dann köpfte König die Kugel an Kevin Kunz vorbei in die Maschen. Ein Tor gegen den Ex-Verein, das dem Schützen aber angesichts des Endergebnisses kein Lächeln ins Gesicht zaubern konnte: "Wir haben gut dagegengehalten, das Momentum war nach dem Ausgleich auf unserer Seite. Es ist einfach nur ärgerlich." Der CFC konnte sich allenfalls darüber ärgern, einmal mehr mit einer Führung im Rücken zahlreiche gute Kontermöglichkeiten (teils recht kläglich) ausgelassen und so 30 Minuten lang zusätzliche Kraft verpulvert zu haben.

Mit dem Mann an der Pfeife hatte das alles nichts zu tun. 120 Minuten auf einen zu Unrecht gegebenen Eckball zu reduzieren, ist Unfug. Auch wenn Torsten Ziegner sich kaum beruhigen konnte: "Das Spiel war auch aus wirtschaftlicher Sicht enorm wichtig für beide Vereine. Der Schiedsrichter macht sich darum gar keine Gedanken." Zum Glück, möchte man meinen.

 
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