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Jubel über das 1:0 durch Jopek. Am Ende siegte Chemnitz 2:1 gegen Zwickau.

Foto: Haertelpress

Sachsenpokal: Chemnitzer FC im Finale

Der Chemnitzer FC setzt sich im Halbfinale des Sachsenpokals gegen den FSV Zwickau durch. Die Himmelblauen treffen nun auf Lok Leipzig, dem FSV bleibt noch ein anderer Weg in den DFB-Pokal.

erschienen am 19.04.2017

Chemnitz. Der Chemnitzer FC hat sich den kurzen Weg in den DFB- Pokal offengehalten, der FSV Zwickau muss nun mindestens auf Platz vier der 3. Liga klettern, um sich die Einnahmen von 150.000 Euro und die Chance auf ein Heimspiel gegen einen attraktiven Club zu sichern. Nach dem 2:1 (1:0, 1:1) im Sachsenpokalhalbfinale gegen die Rot-Weißen am Mittwochabend treffen die Himmelblauen im Endspiel auf Lok Leipzig. Der Regionalligist hatte sich bereits Ende März im Elfmeterschießen gegen den Bischofswerdaer FV aus der Oberliga durchgesetzt.

Eine Entscheidung vom Punkt war am Mittwoch im Duell der Drittligisten nicht nötig, weil Dennis Mast in der Verlängerung den Siegtreffer erzielte.

Der Mann der Anfangsphase war aber Björn Jopek. Nachdem die Gäste aus der Muldestadt eine Freistoßflanke ungenügend klärten, hatte der Mittelfeldspieler genug Zeit, um sich die Kugel zurechtzulegen und sie mit dem schwächeren, rechten Fuß in den Winkel zu zirkeln (10.). Auch anschließend war Jopek an den starken Szenen des CFC beteiligt. In der 16. Minute spielte er Dennis Grote auf dem linken Flügel frei, dessen präzise Hereingabe konnte Sturmspitze Florian Hansch sieben Meter vor dem Gehäuse aber nicht verwerten. Fünf Minuten später war es dann Jopek selbst, der den Abschluss suchte. Sein Schuss aus der Drehung - diesmal mit dem starken linken Fuß - zischte am Kasten vorbei.

Danach tauchte Jopek ab. Damit war die gute Phase der Himmelblauen jedoch erst einmal vorbei. Zwickau gestaltete das Spiel offener, schaffte es nun, das Geschehen häufiger in die Chemnitzer Hälfte zu verlagern. Daraus resultierten viele Flanken, mit denen die großgewachsenen Innenverteidiger Emmanuel Mbende und Berkay Dabanli nur wenig Probleme hatten. Ein Kopfballduell mit FSV-Sturmtank Ronny König hatte allerdings Folgen für Dabanli. Der Deutschtürke verletzte sich am Knie, musste außerhalb des Spielfeldes behandelt werden und nach einem kurzen Versuch, die Partie wieder aufzunehmen, ausgewechselt werden. Julius Reinhardt rückte zurück. Tim Danneberg wurde eingewechselt. Die ohnehin angespannte Personalsituation für Sven Köhlers Defensive verschärfte sich sogar noch mehr. Der CFC-Trainer musste zur Pause Linksverteidiger Stefano Cincotta aus der Partie nehmen, Jan Koch sprang ein.

Nutzen konnten die Rot-Weißen die ungewohnte Besetzung der CFC-Abwehrkette nicht. Die einzig nennenswerte Chance der Gäste war ein Schuss von Mike Könnecke, der aber sein Ziel um zwei Meter verfehlte (33.). Und auch zu Beginn des zweiten Durchgangs ließ die beste Rückrundenmannschaft der 3. Liga jede Torgefahr vermissen. Weil der CFC das Tempo verschleppte, plätscherte das Semifinale lange vor sich hin.

Als FSV-Trainer Torsten Ziegner mit Robert Koch, Aykut Öztürk und Oliver Genausch neue Offensivkräfte brachte, wurde es munterer - jedoch nicht so, wie es sich der Coach des Aufsteigers erhofft hatte. Die CFC-Offensive bekam nun mehr Räume. Hansch (69.) und zweimal Anton Fink (74., 77.) vergaben jedoch die Möglichkeiten, auf 2:0 zu erhöhen. Und je näher das Spielende rückte, desto unsouveräner wirkten die Chemnitzer gegen kämpfende, aber nicht glänzende Zwickauer. In der 85. Minute waren es dann eine gute Flanke von Patrick Göbel und die Durchsetzungskraft von König, die die Gastgeber kalt erwischten. Der Angreifer verlängerte die Hereingabe seines Flügelflitzers geschickt ins lange Eck und sorgte damit für die Verlängerung.

Dort legte der CFC vor. Zwickau konnte eine Ecke nicht konsequent aus der Gefahrenzone schlagen. Mast fand ein Loch zwischen den vielen himmelblauen und roten Stutzen im FSV-Strafraum, sodass sein Schuss im Eck einschlug (93.). Unumstritten war der Treffer nicht: Denn die Zwickauer bezweifelten, ob es vorher überhaupt einen Eckball hätte geben müssen. Keeper Johannes Brinkies hatte die Kugel an der Torauslinie gesichert.

Statistik
CFC: Kunz - Bittroff, Mbende, Dabanli (38. Danneberg), Cincotta (V/46. Koch) - Reinhardt - Mast, Jopek, Fink, Grote - Hansch (V/78. Frahn).
FSV: Brinkies - Schröter (55. Öztürk/V), Wachsmuth, Acquistapace, Lange (55. Koch) - P. Göbel, Frick (71. Genausch/V), Könnecke, Miatke - Nietfeld (V), König (V). SR: Albert (Muldenhammer); Zu.: 7725; Tore: 1:0 Jopek (10.), 1:1 König (85.), 2:1 Mast (93.).

 
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