Werner Franke begrüßt Contador-SperreFoto: (Pixathlon)
Franke begrüßt Urteil im Fall Contador
Der Heidelberger Doping-Experte Werner Franke hat das Urteil im Fall des spanischen Radprofis Alberto Contador begrüßt. "Die Rechtssprechung hat Flagge gezeigt", sagte 71-Jährige dem Sport-Informations-Dienst (SID). Der internationale Sportgerichtshof CAS hatte den mehrmaligen Tour-de-France-Gewinner Contador am Montag wegen einer positiven Dopingprobe bei der Tour 2010 rückwirkend zwei Jahre gesperrt.
"Nach diesen langwierigen Vorgängen hätte man das dem CAS gar nicht mehr zugetraut", sagte Franke. Der Schiedsspruch sei daher "überraschend, aber sinnvoll". Dem Urteil war eine 18 Monate lange Hängepartie vorausgegangen, während derer die Institutionen in eine Glaubwürdigkeitskrise gerieten.
Die Reaktionen der Empörung in Spanien überraschen Franke dagegen nicht. "Spanien ist bekannt dafür, eigene sportliche Erfolge abzuschotten. In Spanien wird gerne vertuscht", sagte der Professor für Zell- und Molekularbiologie. Der spanische Sport habe seit 2006 und der Affäre um den mutmaßlichen Dopingarzt Eufemiano Fuentes seine Glaubwürdigkeit verspielt.
21:52 Uhr
Matthias1: Unabhängig davon, ob es wirklich sinnvoll ist, Interviews mit dem eher polemisch herumschimpfenden Herrn Franke wiederzugeben, glaube ich doch, Herr Franke hat über die "Rechtsprechung" gesprochen, nicht jedoch über "Rechtssprechung". Gesprochen wird, was Recht ist, nicht "Rechts herum" oder so.