Fünf Teams hegen Aufstiegshoffnungen
Die Herbstrunde in der Staffel 1 der Fußball-Kreisliga wartete mit mehreren Überraschungen auf. So ist auch in der zweiten Saisonhälfte ab 17. März Spannung garantiert.
AuerbachMit dem SV Wildenau und dem SV Morgenröthe-Rautenkranz grüßen in der Winterpause jene Vereine von ganz oben, die in der Kreisliga und deren Vorgänger bisher die meisten Spiele (je 340) absolviert haben. Auch der VFC Reichenbach steht voll im Aufstiegsrennen. Zudem hoffen Rotschau und Reumtengrün auf den Sprung in die Vogtlandklasse. Den kann im günstigsten Fall (RFC bleibt in der Bezirksliga) auch der Tabellenzweite über die Relegation gegen den Vize der Staffel 2 schaffen. Die Kurzbilanz:
SV Wildenau (1. Platz/42:25 Tore/31 Punkte): Wintermeister und Einzug ins Pokalviertelfinale - so gut standen die Wildenauer noch nie da. Nach dem durchwachsenen Beginn startete die Elf durch: sechs Siege in Folge (5. bis 10. Spieltag) schaffte kein anderer Club. Als Volltreffer erwies sich Zugang Michael Döhler (Wernesgrün) mit elf Toren.
SV Morgenröthe-R. (2./40:18/ 30): Das Team überzeugte mit starker Abwehr (nur 18 Gegentreffer) und seiner Heimbilanz (20 Punkte/ 30 Tore). Überraschend war das Remis bei Eintracht Auerbach. Über Platz 4 (2006/07) ist der SV noch nie hinausgekommen. Und diesmal?
VFC Reichenbach (3./38:23/ 28): Die Elf von der "Schönen Aussicht" hat den Aufschwung aus der Vorsaison fortgesetzt. Der VFC steckte nach seinem Raketenstart (fünf Siege) ein kleines Zwischentief (ein Punkt aus drei Spielen) locker weg. Steffen Luther (15) und Markus Hofmann (11) schossen zusammen mehr als zwei Drittel alle Tore.
SG Rotschau (4./44:29/25): Was sich die Mannschaft in der Fremde (beste Ausbeute) aufbaute, riss sie in den Heimspielen in schöner Regelmäßigkeit wieder ein. Zu Hause ließ Rotschau zu viele Punkte liegen, hatte dort bereits alle Direktkonkurrenten zu Gast. Nur gegen Nachbar VFC (2:1) glückte ein Sieg.
VfL Reumtengrün (5./49:37/ 25): Der als Aufstiegsfavorit gehandelte VfL entpuppte sich als Serienkiller. Immer wenn er zweimal in Folge gewann, ließ er eine Pleite folgen - vor der Winterpause waren es sogar zwei. Das Team schoss zwar die meisten Tore (49), stellte aber die viertschlechteste Abwehr (37).
SV Muldenhammer (6./27:23/ 21). Es war eine Herbstserie in zwei Akten: Erst ließen die Obervogtländer viele Wünsche offen und steckten nach nur fünf Punkten aus den ersten sieben Runden im Keller fest. Fortan lief es besser. Der SV schwang sich bis zum Herbstabschluss zum Anführer des Mittelfeldes auf.
Blau-Weiß Rebesgrün (7./ 26:24/21): Nach dem Fehlstart (nur ein Sieg bis zum 6. Spieltag) blieben die Blau-Weißen beim anvisierten Mitmischen im Spitzenfeld von Anfang an außen vor. Dass das Team unter seinen Möglichkeiten spielte, beweist der Fakt, dass gegen die ersten Sechs mehr Zähler (13) als gegen die untere Hälfte (8) geholt wurden.
Elsterberger BC (8./28:35/19): Ganze vier Punkte zierten das Konto nach neun Spieltagen. Danach stieg das Team wie Phönix aus der Asche empor und ließ fünf Siege am Stück folgen. Nur die Winterpause stoppte den Lauf der Elsterberger.
TSG Brunn (9./29:41/19): Die TSG gab im Herbst Rätsel auf. Der Pokalschreck (u. a. Sieg gegen den FSV Treuen) erwies sich bei Heimspielen oft als Selbstbedienungsladen. In fünf seiner acht Auftritte kassierte Brunn vier Gegentreffer. Mit nur zehn von 24 möglichen Punkten blieb Brunn vor Heimpublikum deutlich unter den Erwartungen.
VSC Reichenbach (10./23:26/ 18): Die Unbekümmertheit früherer Serien ist den Reichenbachern abhanden gekommen. Im Angriff fehlt die Durchschlagskraft. In den VSC-Partien fielen die wenigsten Tore (im Schnitt: 3,5). Zuletzt bekam der Remiskönig (bisher sechs) die Kurve und blieb sechsmal unbesiegt.
SG Reuth (11./21:30/17): Der Wiederaufsteiger hielt von Beginn an Distanz zu den Abstiegsplätzen. Als nach drei Niederlagen der Sturz in den Tabellenkeller drohte, ließen Siege gegen Rebesgrün und Auerbach das Punktekonto wachsen. Als ausgesprochener Allrounder erwies sich Libero Patrick Sölle (8 Tore).
FSV Ellefeld (12./32:27/15): Nur gegen die Topteams zeigte sich die Mannschaft in Hochform: Den VFC (5:0) und Rotschau (5:1) schickte Ellefeld mit Packungen heim, gegen Wildenau und Morgenröthe gab es Unentschieden. Bitter: Vor der Winterpause setzte es vier Niederlagen.
FSV Treuen II (13./27:44/8): Für das Lob der Gegnerschaft über die oftmals bessere Spielanlage kann sich der FSV nichts kaufen. Die Zeichen stehen auf Abstieg. Acht seiner neun letzten Partien fuhr die Vogtlandligareserve an den Baum. Einzig das 5:2 gegen Ellefeld lässt die Treuener noch etwas hoffen.
Eintracht Auerbach (14./29:73/ 1): Am 6. Juni 2010 glückte Auerbach der letzte Punktspielerfolg (1:0 gegen Grünbach). Kreisliga-Ansprüchen wurde der SV im Herbst nur selten gerecht, wenngleich er fünfmal 1:0 führte, aber am Ende verlor.