Die glücklichen Sieger aus Schreiersgrün und Reumtengrün. Foto: Ellen Liebner

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Großer Jubel bei den kleinsten Kickern

Die G-Jugend-Fußballer der SpG Reumtengrün/ Schreiersgrün haben das Kreispokal-Finale in der Halle gewonnen.

PlauenAlle acht Teams, die es unter den 21 Bewerbern in die Endrunde geschafft hatten, wollten am Sonntag in der Sporthalle an der Wieprechtstraße in Plauen nur eins: Den Pokal. "Wir gewinnen", verkündete auch Konrad Lippmann von der Spielgemeinschaft (SpG) Reumtengrün/Schreiersgrün selbstbewusst. "Wir geben uns viel Mühe. Unser Trainer hat auch gesagt, dass wir keinen Mitspieler beschimpfen dürfen, wenn der mal etwas falsch gemacht hat."

Der Sechsjährige traf mit seiner Voraussage ins Schwarze. Die Burschen der Trainer Axel Facius und Dirk Weinert fegten sieben Mitbewerber vom Parkett. Im Finale besiegten sie den 1. FC Wacker 3:1. Den dritten Platz erspielte sich die SpG VSC/VFC Reichenbach.

Ein Turnier mit Drei- bis Sechsjährigen ist keine einfache Sache. Viele Spieler gehen in den Kindergarten, hängen noch am Rockzipfel der Mutter und haben sich oft noch nicht an das "harte" Fußballgeschäft gewöhnt. Und so schlich immer mal einer weinend vom Platz, weil er mit einem Gegenspieler zusammengestoßen oder einen straffen Ball abbekommen hatte. Die Mutter war zum Trösten nicht in der Nähe, und so übernahm der Trainer die Samariterrolle. Die meisten Teams waren ohnehin mit mindestens zwei Betreuern angereist. So gab einer während des Spieles Anweisungen, der andere trocknete in Tränen.

Elias Zoglauer (VfB Auerbach) hatte Glück. Sein Vater Olaf Zoglauer ist der Trainer und war als Tröster zur Stelle, als sein Sohn heulend vom Spielfeld rannte. "Lach mal!", forderte ihn der Vater auf, und schon war die Sache vergessen. In diesem Moment fiel Mannschaftskamerad Maxim Gehrs vor Begeisterung über ein Tor seines Teams fast von der Auswechselbank. Mancher Trainer nahm sich seine Zöglinge in der Pause ordentlich zur Brust. "Das war Opa-Fußball, was ihr gespielt habt", schimpfte Steffen Krause (VSC/VFC Reichenbach). "Wir sind Männer, und so spielen wir auch!"

Der erst dreieinhalbjährige Ben Neugebauer von der SpG Bergen/ Kottengrün sauste immer fröhlich den anderen Kindern hinterher. Ballkontakt war nicht ganz so wichtig für ihn. "Er will eben immer spielen", sagte sein Vater Andreas Neugebauer. (sher)

 
erschienen am 07.02.2012
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
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