Kampf um ein Olympiaticket: Judoka Ole Bischof

Foto: MUSTAFA OZER (AFP)

Kampf um Olympia: Bischof und Maresch

Für Judo-Olympiasieger Ole Bischof beginnt am Wochenende die heiße Phase im Kampf um das Ticket für die Spiele in London. Am Sonntag ist der 32 Jahre alte Reutlinger beim Masters im kasachischen Astana am Start, es folgen der Grand Slam in Paris und der Grand Prix in Düsseldorf. Und bereits nach dem Heim-Auftritt dürfte die Entscheidung über den einzigen London-Startplatz in der Klasse bis 81 kg fallen: Zwischen Platzhirsch Bischof und seinem jungen Herausforderer Sven Maresch.

"Bundestrainer Detlef Ultsch würde am liebsten schon nach Düsseldorf entscheiden", sagte Bischof vor dem Abflug nach Kasachstan dem SID. Am 10. Mai meldet der Deutsche Judo-Bund (DJB) seine Olympia-Vorschläge an den DOSB, Ultsch könnte demnach noch die EM im Tscheljabinsk/Russland (27. bis 29. April) abwarten. Ultsch will aber schon vorher für Planungssicherheit sorgen.

Die Entscheidung dürfte dem Bundestrainer nicht leicht fallen: Der langjährige Vorzeigekämpfer Bischof, für den London wohl der letzte Karrierehöhepunkt wäre, und Youngster Maresch (23), dessen Heimtrainer Ultsch in Berlin ist, haben sich auf ähnlichem Niveau eingependelt. In der Weltrangliste liegt Maresch als Neunter einen Platz vor seinem Rivalen.

Routinier Bischof gibt sich aber zuversichtlich: "Es kommt nicht nur auf den Weltranglistenplatz an, sondern auch auf die Leistung. Auch die Erfahrung spielt eine wichtige Rolle. Ich habe schon Top-Kämpfer bei Olympia zusammenbrechen sehen", sagte Bischof, der zudem darauf verweist: "Ich habe bereits bei Olympischen Spielen, Weltmeisterschaften und Europameisterschaften Medaillen geholt."

In Astana ist der DJB beim Masters der besten 16 bestplatzierten Kämpfer jeder Gewichtsklasse mit neun Aktiven am Start. Neben Bischof und Maresch ruhen die Hoffnungen vor allem auf Schwergewichts-Vizeweltmeister Andreas Tölzer (Mönchengladbach). Um die Olympia-Fahrkarte kämpfen zudem in der Klasse bis 78 kg Heide Wollert (Leizig) und Luise Malzahn (Halle/Saale).

 
erschienen am 13.01.2012
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