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Keine Zitterpartie trotz klirrender Kälte
Die Elf des VFC Plauen will sich am Sonntag, Anpfiff 13 Uhr, vom gastgebenden TSV Stahl Riesa den Einzug ins Sachsen- pokal-Halbfinale nicht vermasseln lassen.
Plauen/RiesaDer VFC Plauen hat in dieser Saison zwei Ziele. "Wir streben einen Platz im oberen Tabellendrittel der Regionalliga an. Zudem wollen wir ins Pokal-Finale und zum dritten Mal die Trophäe gewinnen", sagte gestern VFC-Sportdirektor Jens Starke.
Der Cupgewinn und der damit verbunde Einzug in die 1. DFB-Pokal-Hauptrunde brächte Einnahmen von mindestens 100.000 Euro. Damit würde ein dringend erforderlichen warmer Regen über dem Vogtlandstadion niedergehen, da die Regionalliga-Clubs nächste Saison auf Fernsehgelder in Höhe von bisher 90.000 Euro verzichten müssen. Durch den Cupsieg könnte dieser Ausfall kompensiert werden.
"Wir wollen ins Pokal-Finale und dort zum dritten Mal die Trophäe gewinnen."
Jens Starke Sportdirektor der VFC Plauen
Bis dahin müssen die Vogtländer aber noch drei Hürden überspringen. Die erste scheint am Sonntag in Riesa nicht allzu hoch zu sein. Die Gastgeber sind als Bezirksligist ein ernstzunehmender Gegner, der aber das VFC-Team nicht in Angst und Schrecken versetzen dürfte. Doch der Favorit aus Plauen ist gewarnt. Verhinderte er doch im November 2011 im Achtelfinalspiel bei Fortuna Chemnitz erst im Strafstoßschießen mit dem 7:6-Sieg eine Blamage.
Der VFC will sich nicht auf eine erneute Zitterpartie einlassen. "Bis auf den erkrankten Ronald Wolf sind alle Spieler fit. Sie wissen, dass in Riesa gewonnen werden muss. Der 2:0-Erfolg vorigen Freitag im Testspiel in der Türkei gegen einen Erstligisten aus Aserbaidschan stimmt uns optimistisch. Wir sind auf dem richtigen Weg. Dazu trug das Trainingscamp bei", so Starke.
Vermasseln könnten den Plauenern den Einzug ins Halbfinale eigentlich nur die klirrende Kälte oder die Platzverhältnisse. Falls die Temperaturen auf unter minus neun Grad sinken, darf die Partie laut Spielordnung des Sächsischen Fußballverbandes nicht angepfiffen werden.
Der Riesaer Trainer Ron Bößneck sagte gestern: "Bei uns liegt kein Schnee. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist der Platz bespielbar, aber knochenhart. Eine endgültige Entscheidung wird am Freitag getroffen." Sollte es zu einer Absage kommen, müsste das Pokalmatch auf einen Mittwoch verlegt werden.
"Unsere Spieler trainieren dreimal pro Woche am Abend. Vielleicht gelingt es uns, den VFC wenigstens etwas in Verlegenheit zu bringen. Unsere Saisonziel ist aber nicht das Pokal-Halbfinale, sondern der Aufstieg in die Landesliga. Als Tabellendritter der Bezirksliga wollen wir in der Rückrunde die vor uns stehenden Teams aus Pirna-Copitz und Freiberg noch abfangen."
Zum letzten Mal trafen Riesa und Plauen in der Oberliga-Saison 2001/2002 aufeinander. Der VFC siegte 2:0 und 3:0. Die Spiele wurden deshalb nicht gewertet, weil gegen den FC Stahl Riesa ein Insolvenzverfahren schon eingeleitet war. Einziger VFC-Kicker aus dem aktuellen Kader, der damals gegen Riesa kickte, ist René Schulze. Der 35-jährige Oelsnitzer gehört seit 2000 zu den Stammspielern.
In Riesa werden am Sonntagnachmittag die Halbfinal-Partien ausgelost. Bereits qualifiziert haben sich Hohenstein-Ernstthal und der Chemnitzer FC. Das Spiel zwischen dem FSV Zwickau und RB Leipzig soll am 29. Februar stattfinden.