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Hassan Wario will neues ANti-Doping-Gesetz vorlegen

Foto: TONY KARUMBA (SID)

Kenia: Regierung will Montag neues Anti-Doping-Gesetz vorlegen

erschienen am 24.02.2016

Die kenianische Regierung will dem Parlament in Nairobi am kommenden Montag einen neuen Entwurf eines Anti-Doping-Gesetzes vorlegen. Das kĂŒndigte Sportminister Hassan Wario beim Fernsehsender Citizen TV an. Das 28-seitige Gesetz sieht Dopingmissbrauch als Straftatbestand vor. Am nĂ€chsten Mittwoch könnte die Verordnung ratifiziert und damit eine Forderung der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA erfĂŒllt werden.

"Wir arbeiten hinter den Kulissen. Die Bedrohung ist ernst, aber Maßnahmen werden ergriffen", sagte Wario: "Es ist ein Prozess, und dieser ist auf dem richtigen Weg." Zuvor hatte die WADA erklĂ€rt, dass der Status der kenianischen Anti-Doping-Agentur ADAK trotz der Einleitung einiger Reformen "nach wie vor nicht mit dem Anti-Doping-Code" ĂŒbereinstimme.

Die zustÀndige WADA-Kommission wird am 5. April erneut eine Beurteilung vornehmen und dann dem Vorstand eine Empfehlung geben, wie mit der durch zahlreiche Skandale schwer belasteten ostafrikanischen LÀufer-Nation zu verfahren ist. "Die WADA ist sehr zuversichtlich, dass die Regierung den Prozess in der richtigen Art und Weise annimmt", sagte Wario.

Sollte die Kommission die Kenianer weiter als "non-compliant" (nicht mit dem Code ĂŒbereinstimmend) einstufen und diese EinschĂ€tzung vom WADA-Vorstand bei dessen Sitzung am 12. Mai bestĂ€tigt werden, könnte im Ă€ußersten Fall ein Ausschluss Kenias von den Olympischen Spielen in Rio stehen. Einen solchen kann die WADA allerdings nicht beschließen, sondern lediglich eine weitere Empfehlung an das Internationale Olympische Komitee (IOC) geben. Dass das IOC dann automatisch einen Ausschluss beschließt, gilt als unwahrscheinlich. Bei der Leichtathletik-WM 2015 in Peking hatte Kenia erstmals in seiner Geschichte an der Spitze des Medaillenspiegels gestanden.

 
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