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Tom Baumgart (zweiter von links) und Danny Breitfelder (dritter von links) hatten diese Saison nicht viel Grund zur Freude. Breitfelder kam in seinem ersten Profi-Jahr in nur zwei Drittliga-Partien zum Einsatz.

Foto: PICTURE POINT/K.Kummer

CFC-Jungprofis: Frustrierende Saison - Aussicht auf Besserung

Für Tom Baumgart und Danny Breitfelder war die morgen zu Ende gehende Spielzeit alles andere als befriedigend. Paradox: Weil es beim CFC nicht läuft, könnte es für sie demnächst besser laufen.

Von Benjamin Lummer
erschienen am 19.05.2017

Als die Namen Danny Breitfelder und Tom Baumgart das letzte Mal gemeinsam in einer Torschützenliste auftauchten, trugen die beiden jungen Fußballer noch das Trikot der A-Jugend des Chemnitzer FC. Am vergangenen Wochenende war es dann wieder so weit. Bei der 2:3-Niederlage der Himmelblauen in Regensburg erzielten die beiden jüngsten CFC-Profis die Tore für die Sachsen. Erst verkürzte Breitfelder per Kopf auf 1:2, dann schaffte Baumgart mit einem gefühlvollen Heber den Ausgleich. Das Tor wurde beim MDR sogar für den Treffer der Woche nominiert.

"Ich habe mich sehr über den Einsatz gefreut. Und dass es gleich mit einem Tor geklappt hat, war natürlich auch sehr schön", sagt der 20-jährige Breitfelder. Und sein 19-jähriger Vereinskollege ergänzt: "Aus der Partie können wir Selbstvertrauen mitnehmen." Selbstvertrauen, das die beiden Kicker gebrauchen können. Denn in dieser Saison lief es für sie alles andere als gewünscht.

Fast im Gleichschritt waren die beiden im vergangenen Jahr aus der A-Jugend der Himmelblauen in die Profi-Mannschaft aufgerückt. Baumgart kam bereits in der Saison 2015/16 zu einigen Einsätzen in der ersten Mannschaft. Im Sommer wurden er und sein ein Jahr älterer Teamkollege dann mit einem Profi-Vertrag ausgestattet. In dieser Spielzeit zählt Baumgarts Statistik immerhin zwei Tore und 15 Einsätze - zumeist allerdings als Einwechselspieler. Für Breitfelder war die Partie in Regensburg indes erst seine zweite Drittliga-Begegnung im Trikot des CFC. "Keiner sitzt gerne draußen", sagt Breitfelder. Baumgart nennt die wenigen Einsätze "frustrierend".

Überraschend ist die Situation allerdings nicht, das wissen die beiden Sportler. "Für uns junge Spieler war diese Saison nicht leicht, weil sehr viel Qualität in der Mannschaft steckt." Tatsächlich mussten sie sich in der Offensive mit gestandenen Profis wie Anton Fink und Daniel Frahn messen. Zudem hatte auch Florian Hansch in der Rückrunde einen Lauf und wurde folgerichtig häufig von Beginn an eingesetzt. "Wir müssen einfach jede Minute, die wir auf dem Platz stehen, nutzen", meint Baumgart. Dass er mit seinem Sturmpartner dasselbe Schicksal teilt, sei ein Vorteil. "Wir kennen uns seit drei Jahren. Jeder weiß, wie der andere tickt", so Baumgart. Man baue sich gegenseitig auf.

Kommende Saison könnte es anders laufen. Der CFC muss sparen, der Spieleretat wird um 0,5 Millionen Euro auf 3 Millionen Euro abgespeckt. Raum für prominente Neuverpflichtungen ist da kaum und eventuell verlässt sogar der eine oder andere Leistungsträger den Club. Es könnte sein, dass der Verein auf jüngere und günstigere Profis setzen muss. "Für den Verein ist es natürlich nicht schön, wenn gespart werden muss", sagt Breitfelder und schiebt hinterher: "Aber für uns wäre es natürlich nicht schlecht, wenn nicht so viele hochkarätige Spieler verpflichtet werden."

Sollte der CFC sogar aus finanziellen Gründen in der Regionalliga einen Neustart hinlegen müssen, wären Baumgart und Breitfelder die einzigen Spieler mit einem gültigen Vertrag. Das sei allerdings keine reizende Aussicht, sagt Baumgart. "Wir hoffen, dass der CFC in der dritten Liga bleibt." Die derzeitige Unsicherheit um die Zukunft des Vereins lässt auch die Jungprofis nicht kalt: "Niemand weiß so richtig, wie es weitergeht. Das geht einem schon im Kopf rum", sagt Baumgart.

Ganz konkret geht es erst mal morgen Nachmittag mit dem letzten Saisonspiel des CFC gegen Hansa Rostock weiter. Für beide Vereine ist die Partie nahezu bedeutungslos. Für den CFC steht zudem vier Tage nach diesem Spiel das Sachsenpokalfinale gegen Lok Leipzig an. Ein Sieg in dieser Begegnung ist aufgrund des Startrechts im DFB-Pokal und damit verbundener Einnahmen fast überlebenswichtig für die Himmelblauen. Für diese Partie schonen wolle man sich morgen gegen Rostock dennoch nicht, sagt Breitfelder. "Wenn wir da die Bremse einlegen, wird es schwer, gegen Leipzig wieder auf Touren zu kommen."

 
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