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Auch wenn sie sich noch so ins Zeug legen - wie hier Hannes Langenstraß (blaues Trikot) am Sonntagabend gegen TV Schriesheim: Die Chemnitzer Floorfighters haben aus 17 Spielen erst sieben Punkte geholt.

Foto: Toni Söll

Die letzte Hoffnung der Floorfighters

Der Floorball-Bundesligist hat vor eigenem Publikum eine weitere Niederlage kassiert. Nach der völlig verkorksten Hauptrunde werden die Karten jedoch neu gemischt.

Von Bernd Wild
erschienen am 21.03.2017

Enttäuscht verließen sie das Parkett der Schloßteichhalle. Nach einer langen Niederlagenserie wollten die Chemnitzer Bundesliga-Floorballer einen Befreiungsschlag landen. Doch daraus wurde nichts. Mal wieder standen die Floorfighters am Ende mit leeren Händen da. Sie verloren am Sonntagabend ihr letztes Heimspiel gegen Schriesheim (Baden-Württemberg) mit 9:10 nach Verlängerung. Am Samstag müssen die Chemnitzer zum Abschluss der Hauptrunde beim TV Lilienthal antreten. Dann beginnt für sie der eigentliche Ernst des Lebens in dieser Saison - der Kampf gegen den Abstieg in den Playdowns. Das hatten die Floorfighters zu Saisonbeginn nicht im Sinn. Doch vieles ist während der Meisterschaft schief gelaufen. Dazu zählen zahlreiche Abgänge und Verletzte. Einige Spieler blieben zudem unter ihrer Form.

Nun geht es von vorn los. "Die Niederlage gegen Schriesheim war nicht gerade gut für die Moral der Mannschaft und die bevorstehenden Playdowns, die am ersten AprilWochenende beginnen", sagte Tim Sigmund von den Floorfighters, der am Sonntag zwei Treffer beisteuerte. Die Chemnitzer hätten dennoch gut gespielt. "Wir haben viele junge Spieler im Team, da passieren noch Fehler. Ich bin jedoch sicher, dass wir den Klassenerhalt schaffen", meinte der 18-Jährige. Das sagt auch sein Mannschaftskollege Philipp Hamann, der seit seiner Verletzung im Mai des vergangenen Jahres erstmals wieder spielte. "Ich glaube nicht, dass wir durch die Niederlage gegen Schriesheim verunsichert in die Abstiegsrunde gehen." Wie sieht der 29-Jährige die Chancen auf den Klassenerhalt? "Ich denke, die Mannschaft kriegt das hin. Obwohl wir auf dem vorletzten Tabellenplatz stehen, haben wir in den vergangenen Wochen Fortschritte gemacht", betonte Hamann, der die Floorfighters selbst einige Wochen trainierte.

Auch Coach Sascha Franz traut seiner Mannschaft den Bundesliga-Erhalt zu. "Sie hat das Zeug dazu. Wir haben viele junge Spieler, die sehr lernwillig sind. Nicht zuletzt stimmt bei jedem die Einstellung", betonte Franz. Die Karten würden neu gemischt, und man habe seit Wochen den Fokus auf die Play-downs gerichtet. Von drei Partien müssen zunächst zwei gewonnen werden. "Wie es vor dem letzten Spieltag der Rückrunde aussieht, werden wir auf Kaufering oder wieder auf Schriesheim treffen", sagte der Trainer. Die Verlierer der ersten Playdown-Runde hätten immer noch eine Chance, die Klasse zu halten. Sie spielen gegeneinander. "Während der Unterlegene abgestiegen ist, tritt der Gewinner in einer Relegation gegen den Zweitplatzierten der Zweiten Liga an", ergänzte Franz.

Selbstverständlich habe man sich in den zurückliegenden Wochen auch mit dem Thema Zweite Liga beschäftigt. "Wir haben für beide Spielklassen gemeldet", berichtete der Trainer. Im Falle eines Abstieges werde wohl ein größerer personeller Umbruch erfolgen. "Aber auch wenn uns dann einige Spieler verlassen würden: Das sogenannte Gerüst des Teams würde bleiben", ist sich der Trainer sicher. In der Zweiten Liga müsse man noch mehr auf den eigenen Nachwuchs zurückgreifen.

 
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