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Kay-UweJendrossek - A-Junioren-Trainerdes CFC

Foto: Imago/Archiv Bild 1 / 2

Nachwuchs des CFC vor heißer Saison-Schlussphase

A- und B-Junioren kämpfen an den letzten drei Spieltagen um den Aufstieg in die Bundesliga. Dabei könnte noch ein besonderer Nervenkitzel bevorstehen.

Von Mario Schmidt
erschienen am 17.05.2017

Nach zweiwöchiger Spielpause wird es für die Talente des Chemnitzer FC ernst: Die Teams der Altersklassen U 19 (A-Junioren) und U 17 (B-Junioren) nehmen die letzten drei Spiel- tage in Angriff und kämpfen weiter um den Aufstieg in die Bundesliga. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass beide Mannschaften in der vergangenen Runde erstmals nach langer Zeit als Regionalliga- Tabellenführer abgelöst wurden.

Die A-Junioren um Trainer Kay-Uwe Jendrossek mussten nach einem 2:2 bei Tasmania Berlin den 1. FC Union Berlin vorbeiziehen lassen. "Sicher wäre es schade, wenn wir Platz eins kurz vor dem Ziel verpassen würden", sagt Jendrossek. Dass Union möglicherweise den längeren Atem hat, ist für ihn keine Überraschung. "Die Berliner sind personell deutlich breiter aufgestellt, haben in der Winterpause noch mal nachgelegt", erklärt der CFC-Coach. Auch er habe sich Verstärkungen gewünscht. "Das war aufgrund der schwierigen Finanz- situation des Vereins aber nicht möglich", so der 46-Jährige.

Was seine Mannschaft in dieser Saison geleistet hat, sei nahezu sensationell. Schließlich habe man nicht nur einen kleinen Kader, sondern auch viele Verletzungsausfälle. "Jetzt merken die Jungs aber, dass sie etwas verlieren können. Das lähmt die Beine ein wenig", sagt Jendrossek. Er vermittelt den jungen Spielern, dass sie solche Ängste nicht haben müssen, fügt er hinzu. Auch als Zweitplatzierter hätte man die Chance auf den Aufstieg - wenn auch über den Nervenkitzel Relegation. "Wir würden auf den Sieger der Regionalliga Nord treffen. Das wäre im Moment der TSV Havelse", so der frühere Zweitliga-Profi.

Die B-Junioren des CFC sind nach einem 2:2 bei RB Leipzig II von Energie Cottbus überholt worden. "Wir hoffen aber weiterhin auf Platz eins und nehmen uns vor, die rest- lichen drei Spiele zu gewinnen", betont Trainer Torsten Wappler. Auch er hat nicht damit gerechnet, dass sein völlig neuformiertes Team eine so starke Saison hinlegt und in der Schlussphase auf Relegationsplatz zwei liegt. "Wenn uns das vor dem ersten Spieltag jemand gesagt hätte, wäre die Reaktion gewesen: Das unterschreiben wir", bemerkt Wappler.

Über die schwere Krise des CFC spreche er mit seinen Schützlingen nicht. "Damit würde ich nur andere Baustellen aufmachen. Wir konzentrieren uns auf die sportlichen Aufgaben. Alles andere können wir sowieso nicht beeinflussen", sagt der Coach. Kollege Jendrossek hingegen hat die Lage des Vereins mit seiner Mannschaft besprochen, wie er berichtet. "Wir gehen davon aus, dass der CFC weiter existiert", so Jendrossek. Er sieht in der himmelblauen Krise eine Chance für die jungen Talente. "Wenn der Club keine teuren Spieler mehr fürs Profi-Team einkaufen kann, bietet sich den Eigengewächsen die Möglichkeit, eine gute Rolle bei den Männern zu spielen", sagt Jendrossek.

Heimspiele A- und B-Junioren setzen die Saison in dieser Woche mit Heimpartien im Sportforum fort. Die U 19 spielt am Sonntag, 10.30 Uhr, gegen Rostock, die U 17 bereits am Freitag (17 Uhr) gegen Jena.

 
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