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Titelkämpfe im Radsport: Stadt hofft auf Spenden

Für Großereignis im Juni nächsten Jahres werden Hunderte Helfer gebraucht

Von mario Schmidt
erschienen am 27.01.2016

2016 die Eröffnung des Stadions an der Gellertstraße und 2017 die Deutsche Meisterschaft im Straßenradsport: Die Jahreshöhepunkte in Chemnitz spielen sich zweimal in Folge auf sportlicher Ebene ab. Gestern Abend stand das Großereignis mit annähernd 350 Pedalrittern und etwa ebenso vielen Betreuern Ende Juni 2017 im Fokus: Anlässlich der Auftaktveranstaltung zur Vorbereitung der deutschen Radsport-Titelkämpfe hatten sich Vertreter der Stadtverwaltung sowie von Vereinen und Behörden im Rathaus versammelt. "Noch 17 Monate bis zur Veranstaltung - das ist eine scheinbar lange Vorbereitungszeit. Aber die wird schnell vergehen und könnte in Anbetracht der vor uns liegenden Arbeit zu knapp werden", sagte Sportbürgermeister und Organisations-Chef Philipp Rochold.

Auf Anfrage der "Freien Presse" nannte der Bürgermeister ein Budget von annähernd 200.000 Euro für das Radsport-Spektakel in der Innenstadt mit Start und Ziel vor der Polizeidirektion an der Hartmannstraße. Für diese Summe müsse die Kommune aufkommen. Zur Entlastung des Stadtsäckels wolle man allerdings so viel wie möglich Sponsorengelder und Spenden sammeln. "Wir weisen nichts zurück", bemerkte Rochold. Die Vorbereitungen auf die Titelkämpfe sind unterdessen schon vorangeschritten. Laut Bürgermeister wurden fünf Arbeitsgruppen gebildet: für Organisation, sportliche Leitung, für Finanzen, die Öffentlichkeitsarbeit und für das Rahmenprogramm.

Der Vertrag zwischen der Kommune und dem Bund Deutscher Radfahrer (BDR) zur Ausrichtung der Deutschen Meisterschaft war Ende September 2015 unterschrieben worden. Demnach fungieren der BDR als Veranstalter und die Stadt Chemnitz als Ausrichter. Die Bewerbung für die Meisterschaften war auf Initiative der beiden städtischen Radsport-Clubs, dem Polizeisportverein und dem Radsportverein Chemnitz, zustande gekommen. Zu den größten Herausforderungen wird die personelle Absicherung der Rennen gehören. Nach ersten Schätzungen werden rund 400 Helfer gebraucht, die sich beispiels- weise als Streckenposten engagieren. Stadtsportbund-Geschäftsführer Silvio Bonk kündigte in dem Zusammenhang Unterstützung aus der Chemnitzer Sportszene an.

 
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