Werbung/Ads
Menü
Dieser Kopfball von Rico Weber (links) streift knapp am Schwarzenberger Kasten vorbei. Dafür trafen gestern mit Robert Merkel und Kevin Sieber zwei Teamkollegen vom FV Krokusblüte Drebach/Falkenbach doppelt.

Foto: Andreas Bauer

Spieltag bietet 5,5 Tore pro Begegnung

Trotz Regen und tiefem Boden haben sich die Kicker der Erzgebirgsliga gestern in Torlaune präsentiert. Am häufigsten "klingelte" es auf dem Oelsnitzer Kunstrasen.

Von Andreas Bauer
erschienen am 20.03.2017

Falkenbach. Mit einem 4:1-Sieg gegen Schwarzenberg haben die Fußballer des FV Krokusblüte Drebach/ Falkenbach Platz 1 in der Erzgebirgsliga untermauert. Es war nur eins von sechs torreichen Duellen, in denen insgesamt 33 Treffer fielen.

FV Krokusblüte Drebach/Falkenbach gegen FSV Blau-Weiß Schwarzenberg 4:1 (2:0). Das Konzept, die Gäste früh in deren Hälfte zu bedrängen, ging für die Krokusse vor allem in der ersten Halbzeit auf. "Kompliment an die Mannschaft, wie sie mit den schwierigen Bedingungen zurechtgekommen ist", sagte André Feig angesichts des tiefen Bodens und personeller Ausfälle. Während die Gäste vor der Pause zu keinem nennenswerten Abschluss kamen, "hätten wir höher führen können als 2:0", so der FVK-Trainer. Obwohl Merkel kurz nach dem Seitenwechsel nachlegte, sorgte das Tor der Gäste für eine kurze Schwächephase des Spitzenreiters. "Da fehlte die Tiefenstaffelung in unserer Dreier-Abwehrkette", analysierte Feig, den letztlich aber einer von vielen Kontern erneut zum Jubeln brachte.

Tore: 1:0/3:0 Merkel (28./46.), 2:0 Sieber (39.), 3:1 Rama (60.), 4:1 Sieber (85.); SR: Renner (Dittmannsdorf); Z: 68.

SV Eintracht Bermsgrün gegen SV Großrückerswalde 1:3 (1:1). Auf dem aufgeweichten Hartplatz war es für die Großrückerswalder wichtig, sofort eine Antwort auf das 1:0 zu geben. Quasi im Gegenzug war Torjäger Hilbert nach einer Flanke zur Stelle. Einen psychologisch günstigen Zeitpunkt erwischten die Gäste auch direkt nach Wiederanpfiff, als Maximilian Schreiter am schnellsten schaltete und einen liegen gebliebenen Schuss von Bergner über die Linie drückte. "Wir hatten von Anfang an auf die Pfützen und das Nachsetzen hingewiesen", sagt Coach Tobias Moritz, der auf dem immer schwieriger zu bespielenden Untergrund fast nur noch hohe Bälle erlebte. "Damit war der Gegner durchaus gefährlich", aber Schott setzte dem Zittern ein Ende.

Tore: 1:0 Franke (26.), 1:1 Hilbert (29.), 1:2 Schreiter (46.), 1:3 Schott (87.); SR: Wiesner (Aue); Z: 95.

FSV Zwönitz gegen SV Tirol Dittmannsdorf 2:2 (1:1). Obwohl die Tiroler zweimal die Führung erzielen konnten, ging das Remis für Michael Viertel "in Ordnung". Der Co-Trainer, der diesmal den erkrankten Steffen Richter vertrat, sah keine optimale Leistung. "Kaum einer von uns ist an sein Limit gekommen", ärgerte sich Viertel unter anderem über eine nicht funktionierende Abseitsfalle sowie einen individuellen Fehler in der Abwehr, die jeweils zum Ausgleich führten. Zwar hatte Ryant wenig später das 3:2 auf dem Fuß, doch schnupperten auch die Zwönitzer noch am Siegtor.

Tore: 0:1 R. Hänel (5.), 1:1 Thiermann (43.), 1:2 F. Hänel (50./FE), 2:2 Orzechowski (55.); SR: Mauersberger (Gornau); Z: 65.

Oelsnitzer FC gegen FSV Zschopau/Krumhermersdorf 5:5 (3:3). Mit einem frühen Doppelschlag und dem beinahe erzielten 3:0 hatte der FSV das Geschehen zunächst fest in der Hand. "Aber mit dem direkt verwandelten Freistoß der Oelsnitzer, die zuvor keine Chance hatten, kippte die Partie", berichtet FSV-Trainer Uwe Kiesel. Aus der zuvor einseitigen Partie wurde für ihn eine Achterbahnfahrt. "Statt ruhig zu spielen, war es auf einmal vollkommen hektisch", so Kiesel. Da bei diesem "Hin und Her" das letzte Tor kurz vor Schluss auf das Konto der Gäste ging, konnte der Coach mit dem Remis leben, "auch wenn fünf Tore eigentlich zu einem Sieg reichen sollten".

Tore: 0:1 Schneider (12.), 0:2 Beyer (13.), 1:2 Rudolph (30.), 2:2 Jokesch (38.), 2:3 Beyer (40.), 3:3 Gathen (42.), 4:3 Rudolph (53.), 4:4 Beyer (70.), 5:4 Jokesch (72.), 5:5 Schneider (89.); SR: Martinka (Gebirge); Z: 35.

SV Blau-Weiß Crottendorf gegen SV Blau-Weiß Deutschneudorf 4:0 (2:0). Sein Liga-Debüt als Deutschneudorfer Trainer hatte sich Jiri Andrusak sicherlich anders vorgestellt. "So dürfen wir uns nicht präsentieren. Der Wille war zwar da, aber wir haben zu viele einfache Fehler gemacht", bilanzierte der 44-Jährige. Seine Ansprache vor dem Spiel, in der er auf die Stärke der Gastgeber hingewiesen hatte, half nichts: Schon die erste Standardsituation bescherte Crottendorf die Führung. Ohne vier Stammspieler fanden die Deutschneudorfer keine passende Antwort, sondern spielten laut Andrusak viel zu naiv: "So ein Tag kann vorkommen. Das darf uns aber nicht allzu oft passieren."

Tore: 1:0 Smidt (9.), 2:0/3:0 Pelka (35./74.), 4:0 Zien (80.); SR: Viertel (Chemnitz); Z: 42.

 
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
0
Lesen Sie auch:
 
Kommentare
0
Kommentieren (für Digital- und Printabonnenten)

 
 
 
 
 
 
am meisten ...
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
|||||
mmmmm