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Stimmt sein Team für das Saisonfinale ein: Martin Herwick, der Trainer des SV Grün-Weiß Niederwiesa (Mitte).

Foto: Falk Bernhardt

Abstiegsgespenst und Hexenkessel

In den Handball-Ligen des Bezirksverbandes steht am Wochenende der letzte Spieltag an. Vor allem bei den Bezirksliga-Männern geht es dabei noch sehr spannend zu.

Von Knut Berger
erschienen am 21.04.2017

Oederan/Niederwiesa. Die Männer des HV Oederan (11. Tabellenplatz/13:29 Punkte) und des SV Grün-Weiß Niederwiesa (10./16:26) sehen dem letzten Spieltag in der Handball-Bezirksliga mit relativ gemischten Gefühlen entgegen. Denn beide Teams werden von akuten Abstiegssorgen geplagt.

Nimmt man die Ligaausschreibung zur Grundlage, müssten die Oederaner absteigen. Denn egal wie das Spiel morgen gegen den Tabelenführer HSG Sachsenring Hohenstein-Ernstthal (1./30:12) ausgeht - die Oederaner bleiben Tabellenvorletzter. "Unabhängig davon wollen wir uns auf jeden Fall mit einem Sieg aus der Saison verabschieden", gibt sich HVO-Trainer Michael Kranz kämpferisch.

Allerdings dürfte sein Team auf einen hochmotivierten Gegner treffen. Denn Sachsenring benötigt einen Sieg, um sich die Meisterschaft zu holen. "Aber darüber machen wir uns keine Gedanken, sondern schauen nur auf uns", sagt Kranz. Dabei muss er auf Riccardo Seidel sowie den verletzten Robert Eckardt verzichten. Leise Hoffnung auf den Klassenerhalt schwingt dennoch in der Oederaner Kabine mit. Denn abhängig von der Anzahl der Absteiger aus den oberen Ligen, eventuellen Vereinsfusionen oder neuen Spielgemeinschaften könnte es nur einen Absteiger geben. "Aber darüber gibt es noch keine klaren Ansagen", sagte Kranz.

Etwas besser geht es dem SV Grün-Weiß Niederwiesa, der unmittelbar vor Oederan auf dem 10. Tabellenplatz steht und mit Schützenhilfe sogar noch auf Rang 9 springen könnte. Grundvoraussetzung dafür ist am Sonntag ein Sieg bei Rotation Weißenborn (8./19:23). "Dort dürfte uns aber ein Hexenkessel erwarten. Doch eine gute Stimmung in der Halle ist aus meiner Sicht auch Grundlage für ein würdiges Saisonfinale", sagt Martin Herwick, der Trainer der Grün-Weißen.

Er fahre mit viel Respekt nach Weißenborn. "Jens Peschke leistet dort als Trainer seit Jahren hervorragende Arbeit." Doch auch sein Team werde im letzten Spiel alle Kraftreserven mobilisieren, "um die Saison mit einem Erfolg zu beenden", sagt Herwick. Seine Truppe stehe noch einmal unter Volldampf. "Wenn alle Spieler die taktischen Vorgaben einhalten und mit Leidenschaft zur Sache gehen, erwarte ich ein enges Spiel - bei dem am Ende die Tagesform entscheidet."

Die Frauen können das Saisonfinale in der Bezirksklasse hingegen lockerer angehen. Denn weder Meisterschaft oder Abstieg sind ein Thema. Der HV Oederan (5./27:15) empfängt morgen den TSV Penig (2./34:6). "Wir wollen die Hinspielniederlage korrigieren und mit einem Sieg in die Pause gehen. Doch das wird nicht leicht", sagt Oederans Mannschaftsleiter Thomas Jähler.

Und auch für die Frauen des VfB Flöha (7./20:22) spielt der Ausgang des Spiels beim SV Rotation Weißenborn II (9./11:29) für die Endplatzierung keine Rolle mehr. Dennoch wollen sie beide Punkte holen.

 
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