Werbung/Ads
Menü
Ausgebremst: Die Handballerinnen des BSC Motor Rochlitz, hier mit Kerstin Eckelt, wurden beim Derby gegen Geringswalde oft gestoppt. Letztlich landen die Gäste mit dem Derbysieg einen Befreiungsschlag.

Foto: Mario Hösel

Außenseiter ist Derbysieger

In der Handball-Kreisliga haben die Damen des Geringswalder HV beim BSC Motor Rochlitz mit 19:16 gewonnen. Bei den Männern hat die Spielgemeinschaft beider Vereine die Mittweidaer Reserve zum erneuten Kreismeister gemacht.

Von Robin Seidler
erschienen am 20.03.2017

Rochlitz. Als Favorit gingen die Damen des BSC Motor Rochlitz in das Nachbarschaftsderby gegen den Geringswalder HV. Am Ende gab es für die Gastgeberinnen eine enttäuschende Überraschung. Die Geringswalderinnen gewannen die Partie mit 19:16 (9:9) und feierten ihren vierten Saisonsieg.

"Am Ende stehen wir leider mit leeren Händen da", sagte der Rochlitzer Trainer Frank Roland ernüchtert. "Eine gewisse Anspannung war bereits vor der Partie in der Kabine spürbar. Leider gelang es den Mädels nicht, diese abzuschütteln und die nötige Leichtigkeit zu finden", so Roland. Nahezu die gesamten ersten 30 Minuten rannten die Rochlitzerinnen einem Rückstand hinterher und fanden kaum Mittel, die Geringswalder Deckung zu knacken. Das geforderte schnelle Umschaltspiel fand kaum statt. Die Geringswalder Torfrau hielt zudem viele der Bälle, die den Weg zum Tor fanden. "In den letzten fünf Minuten der ersten Halbzeit ging ein Ruck durch das Team. Endlich wurde rasch gespielt, und die Abwehr stand zusammen", sagt Roland. Dadurch konnten die Rochlitzerinnen einen Drei-Tore-Rückstand aufholen, sodass beim Stand von 9:9 die Seiten gewechselt wurden.

Die Hoffnung des Rochlitzer Anhangs, nach Wiederanpfiff ein anderes Spiel zu sehen, wurden indes enttäuscht. Den taktisch gut aufgestellten und hart kämpfenden Geringswalderinnen gelang es immer wieder, ihre Abwehr zusammenzuhalten und im Angriff Lücken in den Motor-Deckungsverbund zu reißen. So gerieten die Rochlitzer Frauen zusehends ins Hintertreffen und sahen sich zeitweilig einen Fünf-Tore-Rückstand gegenüber. Dennoch gelang es nicht, diesen aufzuholen und dem Spiel eine Wendung zu geben. "Insgesamt wurde zu dicht vor der gegnerischen Deckung agiert, wodurch es Geringswalde gelang, den Spielfluss zu unterbrechen und die Gefahr vom eigenen Tor fernzuhalten", so Roland. Die Derbyniederlage sei nun zwar ärgerlich, ändere allerdings nichts an der Ausgangsposition. Da die Zschopauer Handballerinnen den Chemnitzer PSV bezwangen, bleiben die Rochlitzerinnen mit 20:10 Punkten auf dem 3. Platz. Die Geringswalderinnen stehen weiterhin auf dem 9. Rang (9:21).

Die Kreisliga-Männer der HSG Rochlitz/Geringswalde haben im Anschluss gegen die HSG Muldental beim 33:21-Heimsieg nichts anbrennen lassen. Bereits nach vier Minuten führte die HSG mit 6:0. Danach schlichen sich zwar Fehler im Spiel ein, aber die Führung geriet nie in Gefahr. Bis zum Pausenpfiff konnte die HSG auf 18:10 davonziehen. In der zweiten Halbzeit wechselten die Hausherren munter durch und siegten ungefährdet. Durch den Heimsieg machen die HSG-Männer den TSV Fortschritt Mittweida II zum Kreismeister, denn die HSG Muldental war das einzige Team, das die Mittweidaer noch gefährden konnte. "Als Meister sollten sie nun allerdings einmal das Aufstiegsrecht wahrnehmen", sagte der Rochlitzer Handball-Abteilungsleiter Alexander Goy. Genau das wird Fortschritt aber wohl nicht tun. (mit goy)

 
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
0
Lesen Sie auch:
 
Kommentare
0
Kommentieren (für Digital- und Printabonnenten)

 
 
 
 
 
 
am meisten ...
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
|||||
mmmmm