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Sie haben gut lachen: Sieben Spiele in Folge sind die Handballer der HSG um Jens Tieken (l.), Martin Schettler (M.) und Felix Lehmann ungeschlagen, sammelten 12:2 Punkte und stehen mit 24:24 Zählern auf Platz 9 der 4. Liga.

Foto: Marcel Schlenkrich Bild 1 / 2

HSG: Alter Rivale, neue Ziele

In der Mitteldeutschen Oberliga kann die HSG gegen den alten Rivalen Zwickau den Klassenerhalt perfekt machen. Aber die Freiberger wollen jetzt noch mehr.

Von Steffen Bauer
erschienen am 21.04.2017

Freiberg. Man könnte meinen, die Handballer der HSG Freiberg hätten die Saison in der Mitteldeutschen Oberliga schon abgehakt. So trainiert Kapitän Jens Tieken gerade mit viel Engagement ein Fan-Team für ein Gaudi-Duell zum Saisonabschluss, während Trainer Anel Mahmutefendic - sehr erfolgreich übrigens - beim Freiberger HTC auf dem Tennisplatz aufschlägt. "Das passiert alles nur nebenbei", sagt Tieken. Trotz der jüngsten Erfolgsserie (12:2 Punkte) und dem Sprung auf Rang 9 konzentriere man sich natürlich nach wie vor zu 100 Prozent auf die Meisterschaft. "Wir werden auch die letzten vier Spiele voll angehen und versuchen, das Optimum herauszuholen", verspricht der HSG-Kapitän.

Dabei blicken der 22-jährige Rückraumspieler und seine Teamkollegen nach oben. Mit fünf Punkten Vorsprung auf die Abstiegsplätze ist der Klassenerhalt fast in trockenen Tüchern und soll morgen gegen den Tabellenvorletzten aus Zwickau (14./16:32 Punkte) auch rechnerisch festgezurrt werden. "Das wird jedoch kein Selbstläufer", erwartet Jens Tieken einen harten Kampf. Denn für die Gäste ist es die letzte Chance, um vielleicht doch noch ans rettende Ufer zu kommen. Die HSG-Männer wollen dagegen weiter klettern: Die Mannschaft peile nun fest Platz 5 an, so der Käpt'n.

Dort steht im Moment Plauen-Oberlosa (28:24 Punkte), auch der Vierte Köthen (28:20) ist in Reichweite. "Wenn es noch mehr wird als Platz 5, ist natürlich niemand böse", sagt Jens Tieken, der sich bei seinem "Nebenjob" als Coach des Fan-Teams zusätzliche Motivation holt. Mannschaft und Fanclub haben in dieser Saison auch in schwierigen Phasen eng zusammengestanden, so der angehende Wirtschaftsingenieur. "Das macht jetzt unheimlich Spaß."

Die letzten Aufgaben der Oberliga-Saison gehen die Freiberger mit neuem Schwung an. Über Ostern hatte Trainer Mahmutefendic seinen Männern eine Woche frei gegeben, damit sie vor dem Saisonfinale durchatmen können. "Die vergangenen Wochen waren sehr anstrengend", sagt der 39-Jährige. So haben alle die Akkus aufladen können. Denn das Restprogramm bis zum 6.Mai dürfte nicht weniger schlauchen als das Programm seit Jahresbeginn: Vier Spiele innerhalb von drei Wochen, darunter kurz hintereinander die schweren Auswärtspartien in Köthen (29. April) und beim schon feststehenden Meister in Bad Blankenburg (1. Mai). "Das wird nochmals ein Härtetest", sagt der HSG-Coach.

Umso wichtiger wäre morgen ein Erfolg gegen den langjährigen sächsischen Rivalen aus Zwickau. Zumal sich die HSG-Männer im Hinspiel alles andere als mit Ruhm bekleckerten: 20:22 hieß es nach einer überaus schwachen Partie. Danach mussten die Freiberger Weihnachten auf einem Abstiegsplatz feiern. Anel Mahmutefendic hatte damals gefordert, dass sich jeder einzelne Spieler kritisch hinterfragt - und die Mannschaft um Jens Tieken hat längst eine klare Antwort gegeben.

Mitteldeutsche Oberliga 26.Spieltag - Sa., 20 Uhr: HSG Freiberg - Zwickauer HC Grubenlampe (Ernst-Grube-Halle)

 
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