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Tim Kopp hat gut lachen: Er wird Deutschland bei den Olympischen Jugend-Winterspielen in Lillehammer vertreten.

Foto: Harald Sulski

"Ein kleiner Traum wird wahr"

Kombinierer Tim Kopp vom VSC Klingenthal ist für die Olympischen Jugend-Winterspiele im Februar in Norwegen nominiert worden. Das ist nicht nur für ihn persönlich ein schöner Erfolg.

Von Monty Gräßler
erschienen am 29.01.2016

Klingenthal. Deutschland wird auch bei den zweiten Olympischen Jugend-Winterspielen vom 12. bis 21. Februar im norwegischen Lillehammer von einem Nordisch-Kombinierten des VSC Klingenthal vertreten. Nachdem Tom Lubitz bei der Premiere vor vier Jahren in Innsbruck dabei war, hat sich diesmal sein Vereinskamerad Tim Kopp den einzigen Startplatz in der deutschen Mannschaft gesichert.

Die Freude beim 16-Jährigen ist entsprechend groß. "Die Qualifikation für Lillehammer war mein Ziel für diese Saison. Da aber auch der 98-er Jahrgang berücksichtigt wurde, habe ich zu Beginn des Winters gezweifelt", sagt Tim Kopp. Auf der Schanze und in der Loipe war davon allerdings nichts zu spüren: Als er es im Deutschlandpokal mehrfach aufs Treppchen schaffte und dazu konstante Top-10-Plätze im Alpencup ablieferte, zeichnete sich Anfang Januar die Entscheidung der Trainer zugunsten des jungen Vogtländers schon ab.

Die Einkleidung der deutschen Mannschaft am Montag lieferte Tim Kopp einen Vorgeschmack auf den Saisonhöhepunkt: "Das hat sich fast wie Olympia angefühlt. Für mich wird ein kleiner Traum wahr." Der Kombinierer freut sich auf die skisportbegeisterten Norweger genauso wie auf die Treffen mit Athleten anderer Sportarten und anderer Nationen. "Ich möchte Lillehammer einfach genießen und so viele Eindrücke wie möglich aufsaugen", sagt der Elftklässler des Sportgymnasiums mit glänzenden Augen.

Für den jungen Mann aus Breitenfeld bei Markneukirchen, der als kleiner Junge bei Joachim Martin in Bad Elster mit dem Skisport begann, stehen in der Olympiastadt von 1994 zwei Entscheidungen an. Neben dem Einzelwettbewerb wartet ein Teamwettkampf mit den Skispringern und Langläufern. Tim Kopp freut sich darauf: "Bislang haben wir uns hauptsächlich mit den Jungs aus den Alpenländern duelliert. Es wird spannend, jetzt auch auf die besten Sportler aus Russland, Norwegen oder Japan zu treffen."

Trainer Kerst Dietel bescheinigt seinem Schützling, der sich voriges Jahr bereits fürs Europäische Olympische Jugendfestival in Österreich qualifiziert hatte, eine gute Entwicklung. "Tim hat in den vergangenen Jahren einen großen Schritt nach vorn gemacht." Das sei nicht zuletzt ein Verdienst von Bernd Glaß, Uwe Dotzauer und Bernd Zimmermann, die ihn in den Vorjahren trainierten. Der talentierte Bursche, der im Skispringen einen Tick besser ist als im Langlauf, reifte durch eine ganze Reihe internationaler Einsätze inzwischen zu einem cleveren Athleten, der sich in der Loipe auch schon mal "versteckt", um im Finale noch mal aufs Tempo drücken zu können.

Mit konkreten Zielstellungen für Lillehammer hält sich der Trainer zurück: "Ich glaube, entscheidender als der Platz, der dort raus springt, ist es, dieses einmalige Erlebnis mitzunehmen und daraus weitere Motivation zu schöpfen", sagt Kerst Dietel. Genau das hat Tim Kopp vor. Denn wenn mit dem Start im Februar ein kleiner Traum wahr wird, dann lebt der große Traum natürlich weiter. Tim Kopp: "Irgendwann möchte ich an den richtigen Olympischen Spielen teilnehmen."

Stichwort Olympische Jugendspiele Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat 2007 die Einführung der Jugendvariante (unter 18 Jahre) der Olympischen Spiele beschlossen. Die erste Auflage im Sommer gab es 2010 in Singapur, die erste im Winter 2012 in Innsbruck. Zu den Wettkämpfen in Lillehammer in zwei Wochen werden 1100 Athleten aus 70 Nationen erwartet. Das deutsche Aufgebot umfasst 21 Mädchen und 23 Jungs.

 
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"Ein kleiner Traum wird wahr"
Ins deutsche Team berufen
 
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