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Konzentration vorm ersten Spiel der Deutschen Meisterschaft: Trainer Thomas Kühne gibt den Waldkirchener Jungs noch ein paar taktische Hinweise auf den Weg. Am Ende sprang ein guter sechster Platz heraus.

Foto: Joachim Thoß

Faustballer punkten auf allen Ebenen

Die Deutsche Meisterschaft der U 14 in Rodewisch war für die SG Waldkirchen nicht nur sportlich ein Erfolg. Der Verein stellte mit viel Herzblut eine tolle Ver- anstaltung auf die Beine.

Von Monty Gräßler
erschienen am 21.03.2017

Rodewisch. Die Faustballer der SG Waldkirchen haben am Wochenende in der Rodewischer Göltzschtalhalle so manchen Besucher ins Staunen versetzt. Denn vom Flair einer Randsportart war bei der Deutschen Meisterschaft der U-14-Jungs nichts zu spüren. Und das lag nicht nur an den tollen Spielen und den vollen Rängen. Mit Programmheften, Meisterschafts-Shirts, einem Liveticker im Internet und einem amtierenden Weltmeister als Star-Gast machten Abteilungsleiter Ron Bauer und sein Team das Wochenende zu einer echten Werbung für den Faustball und für das Vogtland.

"Waldkirchen hat die Meisterschaft super veranstaltet. Das war wirklich spitzenmäßig", sagte Günter Lutz vom Präsidium der Deutschen Faustball-Liga. Der reibungslose Ablauf des sportlichen Wettbewerbs gehört für ihn genauso dazu wie der von den Vereinsmitgliedern und Eltern der Nachwuchsspieler organisierte Imbiss. "So eine Veranstaltung steht und fällt mit dem Team drumherum. Und das hat hier einfach gepasst", so der Funktionär.

Von den aus ganz Deutschland angereisten Mannschaften dürfte vor allem der TV Dennach (Baden-Württemberg) die Meisterschaft in bester Erinnerung behalten, der sich mit einem 2:0-Sieg im Finale gegen Berlin den Titel sicherte. Platz 3 ging an den TV Vaihingen aus der Nähe von Stuttgart. Die Jungs der SG Waldkirchen wurden im Feld der zehn besten deutschen Mannschaften guter Sechster. Trainer Thomas Kühne konnte die leichte Enttäuschung seiner Jungs nach der Niederlage im Spiel um Platz 5 zwar verstehen. "Ich denke die Jungs wissen aber, dass sie es als eine der jüngsten Mannschaften gut gemacht haben. Ich bin für die erste Meisterschaft zufrieden", sagte er.

Ein ganz besonderes Kompliment gab es für die jungen Vogtländer von Welt- und Europameister Steve Schmutzler, der einst selbst in Waldkirchen mit dem Faustball begonnen hatte. "Als wir damals unsere erste Deutsche Meisterschaft gespielt haben, sind wir Siebenter geworden. Das hat die Mannschaft ja jetzt schon getoppt", sagte der Star-Gast, der für den Besuch in der Heimat extra sein erstes freies Wochenende seit langem geopfert hatte. "Was macht man nicht alles für seinen geliebten Sport", erklärte der Kapitän des Bundesligisten MTV Rosenheim. Er nahm am Sonntag nicht nur die Siegerehrung vor, sondern schrieb auch fleißig Autogramme und ließ sich mit den Nachwuchsspielern fotografieren.

Der Stolz auf den rührigen Faustballverein seiner Stadt stand am Sonntag zur Siegerehrung auch dem Lengenfelder Bürgermeister Volker Bachmann ins Gesicht geschrieben. Er hatte gemeinsam mit der Rodewischer Bürgermeisterin Kerstin Schöniger die Schirmherrschaft und die Eröffnung am Samstag übernommen und freute sich über das Zusammenwirken der Kommunen als Gastgeber und Nutzer der Halle. "Das hat gut harmoniert." Die Waldkirchener konnten die Meisterschaft nicht in ihrer Stamm-Halle in Lengenfeld austragen, weil diese nicht über die erforderlichen Sitzplätze für Zuschauer verfügt.

 
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