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Da staunten die Mit- und die Gegenspieler gleichermaßen: Mit diesem Schuss aus spitzem Winkel erzielte Axel Kühn am Freitagabend den späten Auerbacher Ausgleichstreffer gegen Luckenwalde.

Foto: Joachim Thoß

Tolles Joker-Tor hält VfB auf Kurs

Die Auerbacher Regionalliga-Kicker haben beim 1:1 gegen Luckenwalde sicher nicht ihr bestes Spiel in dieser Saison abgeliefert. Spannend und spektakulär war es aber allemal.

Von Monty Gräßler
erschienen am 20.03.2017

Auerbach. Der VfB Auerbach hat seine Fans am Freitag lange auf die Folter gespannt. Doch das Warten und Bibbern an dem ungemütlichen Abend sollte sich lohnen: Es lief die 88. Minute im Heimspiel gegen den FSV Luckenwalde, als der kurz zuvor eingewechselte Axel Kühn nach schöner Kombination über Wild und Schlosser ein Tor schoss, wie man es in der Regionalliga wahrlich nicht alle Tage zu sehen bekommt. Er donnerte den Ball aus spitzem Winkel zum 1:1 ins kurze Eck. Der Rest war Jubel. "Ich wollte den Ball scharf aufs Tor bringen. Es war sicher auch etwas Zufall dabei. Aber wichtig ist, dass er drin war und ich damit der Mannschaft helfen konnte. Denn wir haben uns den Punkt mit der Leistung nach der Pause auf alle Fälle verdient", sagte der 19-jährige nach seinem dritten Saisontor.

Der Joker rettete dem VfB mit seinem spektakulären Treffer die tolle Rückrundenserie (neun Punkte und noch keine Niederlage) und nährte die Vorfreude der Fans auf das Nachhol-Heimspiel am Mittwoch, 19 Uhr gegen Spitzenreiter Jena. Dabei bekam Carl-Zeiss-Trainer Mark Zimmermann auf der Tribüne von Auerbach zunächst nichts zu sehen, das ihm Angst eingejagt haben dürfte. Dem VfB fehlten die Ideen und die Zielstrebigkeit, um die Luckenwalder Abwehr auszuhebeln. So gesehen war die 1:0-Pausenführung der Gäste nicht ganz unverdient. Nachdem Magalhaes in der 23. Minute einen Kopfball noch Zentimeter neben das Tor gesetzt hatte, machte er es in der 40. Minute nach einem Freistoß besser.

"Wir haben in der ersten Halbzeit kaum etwas Kontrolliertes zustande gebracht. Das war ein einziges Gewürge", sagte der Auerbacher Trainer Michael Hiemisch nach dem Spiel. Allerdings fand er in der Kabine offensichtlich die richtigen Worte. Denn sein Team übernahm nach dem Seitenwechsel sofort das Kommando. Amaro per Kopf nach Vorarbeit von Wild (50.) und der eingewechselte Paradies, dessen Schuss zur Ecke abgewehrt wurde (55.), ließen die 560 Zuschauer hoffen.

Für die Leidenschaft, mit der die Gastgeber zu Werke gingen, stand eine Szene in der 70. Minute: Außenverteidiger Heger biss nach kurzer Behandlungspause auf die Zähne, marschierte nach Doppelpass mit Wild bis an den gegnerischen Strafraum und flankte gefühlvoll nach innen. Doch Kötzschs Flugkopfball strich knapp am linken Pfosten vorbei. Der späte Ausgleich läutete eine turbulente Schlussphase ein, in der Auerbach noch auf das Siegtor drängte und Guthke bei Luckenwalde die Ampelkarte sah.

Bei der Pressekonferenz verbuchten beide Trainer das Unentschieden als Punktgewinn. "Nach den vielen Gegentoren in den vergangenen Spielen ging es uns darum, erstmal unsere Kiste dicht zu kriegen. Außerdem haben wir hier bisher immer verloren, von daher war es ein kleiner Schritt nach vorn", sagte Gäste-Trainer Ingo Nachtigall. Auch Michael Hiemisch rückte das Positive in den Vordergrund: "Entscheidend war, dass die Mannschaft auch an einem Tag, wo es nicht so läuft, bis zum Schluss so drangeblieben ist." Er unterstrich, dass der 14. Platz für den VfB enorm wichtig ist, weil er unabhängig von allen möglichen Eventualitäten ein weiteres Jahr in der Regionalliga bedeutet.

Nach dem Abpfiff wurde VfB-Mittelfeldspieler Marcel Schlosser vom MDR für den "Volltreffer der Woche" geehrt. Sein Freistoßtor in Cottbus erhielt bei der Internet-Abstimmung die meisten Stimmen. Das hat zuvor noch kein Auerbacher geschafft. Der Gewinn, ein Trikotsatz, geht an die E-Junioren des VfB. Und dank Axel Kühn dürfte auch in dieser Woche wieder ein VfB-Tor mit zur Auswahl stehen ...

 
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