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RFC-Torhüter Patrick Hettwer war beim ersten Elfer in die richtige Ecke unterwegs, konnte den platzierten Schuss aber nicht parieren.

Foto: Franko Martin

Umstrittener Elfmeter ärgert RFC

Die Reichenbacher Fußballer haben Landesliga-Spitzenreiter Eilenburg gestern lange Paroli geboten, gingen am Ende aber wieder einmal leer aus.

Von Olaf Meinhardt
erschienen am 20.03.2017

Reichenbach. Entscheidet sich das sportliche Schicksal des Reichenbacher FC in der Landesliga vom Elfmeterpunkt? Beim gestrigen 1:3 gegen den FC Eilenburg gingen die Vogtländer zum dritten Mal in Folge durch einen Strafstoß als Verlierer vom Feld. Es lief die 74. Minute, als Referee Rohland nach einem Zweikampf von Sauer gegen Demmler auf den ominösen Punkt zeigte. Das war eine sehr umstrittene Entscheidung, weil der Szene eher ein Stürmerfoul vorausging. Jochmann war es egal. Er brachte die Gäste mit dem 2:1 auf die Siegerstraße.

Als wäre dies nicht genug, durften die Eilenburger kurz vor dem Ende noch einmal vom Punkt ran. Der Ball befand sich irgendwo in Höhe der rechten Außenlinie, als Particke im eigenen Strafraum mit Kummer aneinandergeriet und diesen mit der Schulter unsanft attackierte. Der Reichenbacher flog daraufhin mit einer Roten Karte runter und Eilenburg traf zum 3:1. Diese beiden Szenen in der Schlussphase waren ärgerlich, denn der RFC war bis dahin drauf und dran, den Spitzenreiter nach dessen zehn Siegen am Stück einen Punkt abzuknöpfen.

"Ein Unentschieden war auf alle Fälle drin. Wir haben heute eine ganz andere Körpersprache als in Zwenkau gezeigt. Kämpferisch gab es keine Abstriche an unserer Leistung zu machen. Wir haben Eilenburgern lange Zeit den Schneid abgekauft. Die Rote Karte war natürlich ein Nackenschlag und völlig unnötig", sagte RFC-Kapitän Steffen Vogel nach dem Abpfiff. Neben Schlussmann Bößneck (in der Vorwoche) ist Particke schon der zweite Spieler, der in den kommenden Wochen wegen eines Feldverweises gesperrt ist.

Für die Reichenbacher begann das Duell gegen den noch unbesiegten Spitzenreiter quasi mit einem 0:1. Denn bereits nach vier Minuten schlug es hinter Hettwer ein. Der wieselflinke Röhrborn tankte sich mit zwei Finten an die Strafraumlinie und zog von dort scharf ins linke untere Eck ab. Für den RFC-Schlussmann war da nichts zu halten. Von diesem Schock erholte sich der RFC aber schnell. Es entwickelte sich auf schwer bespielbaren Boden ein Match auf Augenhöhe, bei dem der Gast aber geradliniger und schnörkelloser nach vorn agierte.

Bis zum gegnerischen Strafraum gefiel auch der Gastgeber, der aber oftmals auf dem Weg in Richtung Eilenburger Kasten zu lange fummelte und zu ungenau operierte. Als in der 28. Minute aber Meyer die Kugel steil auf Gemeinhardt steckte und dieser das Netz zappeln ließ, hob der Assistent die Abseitsfahne. Eine weitere verheißungsvolle Szene gab es, als Dressel von der Grundlinie den Ball nach innen schob, wo aber Gemeinhardt an Eilenburgs Nummer eins Thomas scheiterte.

Nach der Pause entwickelte sich ein packender Fight. Dabei hatte der RFC zunächst Glück: Hofmann stieg nach einem Eckball am höchsten, traf aber den auf der Linie stehenden Particke (55.). Auf der anderen Seite schlug es nach einer Stunde dann zur Freude der RFC-Anhänger ein. Dressel tankte sich auf der linken Außenbahn durch und hob das Leder hoch in Richtung Elfmeterpunkt. Im Luftkampf mit Gemeinhardt griff der FCE-Keeper daneben, sodass der Ball vom Kopf des RFC-Stürmers ins Netz flog: 1:1.

Danach stand die Partie auf Messers Schneide. Bis sich das wiederholte, was den Reichenbachern schon in den ersten beiden Rückrundenauftritten Zählbares kostete ...

Statistik Reichenbach: Hettwer - Seidel/V, Demmler, Vogel (65. Pechtl) , Albert - Meyer, Strobel/V, Dressel, Particke (88. Rote Karte wegen Tätlichkeit), Nötzel/V - Gemeinhardt (75. Schwandner). Tore: 0:1 Röhrborn (4.), 1:1 Gemeinhardt (61.), 1:2/1:3 Jochmann (74. Foulelfmeter/88. Foulelfmeter). Schiedsrichter: Roland (Borna). Zuschauer: 160.

 
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