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Den Gästen aus Leipzig gelingt in dieser Szene der sechste Treffer. Hohenstein-Ernstthals Tormann Marius Schulze muss sich geschlagen geben, genau wie sein Team, das schließlich mit einer 2:6-Niederlage das Spielfeld verlässt.

Foto: Andreas Kretschel

Chemie verpasst dem VfL eine Klatsche

In der Fußball-Landesliga haben die Hohenstein- Ernstthaler eine herbe Niederlage einstecken müssen. Der VfB Empor Glauchau sichert sich auswärts einen Punkt.

Von Jens Arnoldund Lutz Hillmann
erschienen am 26.10.2015

VfL 05 Hohenstein-Ernstthal gegen BSG Chemie Leipzig 2:6 (2:2). Es war klar, dass es für die Hohenstein-Ernstthaler gegen Chemie Leipzig keine einfache Partie wird, mit einer 2:6-Heimniederlage hatten aber weder die Spieler und Teamverantwortlichen noch die Fans gerechnet. Dabei hatten die Karl-May-Städter "die ersten knapp 30 Minuten saustark gespielt", wie Teammanager Heiko Fröhlich sagte.

So hatten die Hohenstein-Ernstthaler in der 17. Minute durch Roy Blankenburg zunächst die Führung übernommen. Allerdings glich Chemie Leipzig sieben Minuten später aus. Zum Kulminationspunkt im Spiel kam es aus Fröhlichs Sicht in der 27. Minute, als Marco Pohl die rote Karte sah, als er im eigenen Torraum den Ball verteidigen wollte. Den folgenden Strafstoß nutzten die Gäste zur kurzzeitigen Führung. Aber schon zwei Minuten danach traf Marc Benduhn zum Ausgleich, ebenfalls durch Strafstoß. Das Problem: Fröhlich sagt, dass einige in der VfL-Elf glaubten, trotz Unterzahlspiels und Ersatztorwart müsse man nach dem 2:2 am eigenen Spiel nichts ändern. "Das hat mir nicht gefallen", sagte der Teammanager, der vom Ergebnis spürbar enttäuscht war. "Das war eine ganz schöne Klatsche", meinte er schließlich auch. Denn die Leipziger hatten sich in der Pause mental spürbar gefangen und erzielten in der zweiten Halbzeit noch vier Tore.

Eines aber könne man trotz der deutlichen Niederlage sagen: Auf dem Platz wurde sportlich fairer und schöner Fußball gezeigt. Und die Zahl von 645 Zuschauern, darunter 305 Chemie-Fans, sei schon recht ordentlich.

Reichenbacher FC gegen VfB Empor Glauchau 0:0. In einer kampfstarken Partie sicherten sich die Glauchauer auf sehr tiefem Geläuf am Ende verdient einen Punkt. Mit etwas mehr Glück hätte die Begegnung sogar mit dem Sieg und drei Punkten enden können.

Zu Beginn hatte keine der beiden Mannschaften Vorteile, sowohl Reichenbach als auch der VfB Empor brauchten etwas Zeit, um in ihr Spiel zu finden. Zahlreiche Bälle wurden planlos nach vorn geschlagen. Die erste Chance, bei der ein Torwart eingreifen musste, hatten die Gastgeber. Nach einer geklärten Ecke kam der Nachschuss aus 18 Metern erneut aufs Tor - Stefan Schmidt klärte wiederum zur Ecke (18.). Von der Glauchauer Elf sah man wenig, aber die Abwehr stand gut. Nach 33 Minuten hatte der Reichenbacher Kapitän eine gute Möglichkeit, aber sein Kopfball ging übers Tor. Die erste Gelegenheit zur Führung für Glauchau sahen die 180 Zuschauer in der 40. Minute: Kenny Kuglan trat einen direkten Freistoß, und Torhüter Seyfarth lenkte das Spielobjekt an die Querlatte. Kurz vor der Pause hätten dann die Gastgeber durchaus in Führung gehen können. Aber Schmidt parierte zweimal großartig, ehe der RFC-Stürmer den Ball im dritten Versuch ebenfalls über das Tor jagte.

Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie nicht besser. Die Zuschauer erlebten kaum Torraumszenen. Auf Glauchauer Seite ergab sich nach einem Abwehrfehler der Reichenbacher unerwartet eine Überzahlsituation, die Kenny Kuglan abschloss. Doch der Torwart klärte mit Glück und Pfosten den Ball zur Ecke (60.). Die Gastgeber hatten schließlich noch einen weiteren schönen Schuss zu verzeichnen, der aus 25 Metern Entfernung knapp am Tor vorbei ging.

In der Schlussviertelstunde merkte man den Spielern beider Mannschaften an, welche Kräfte das tiefe Geläuf ihnen abgefordert hatte. Der VfB Empor Glauchau nimmt am Ende einen Punkt gegen einen direkten Konkurrenten mit und bereitet sich ab sofort auf das Spiel gegen Heidenau vor, das klar drei Zähler auf das Konto der Muldestädter bringen soll.

 
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