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Eine solche Szene würden sich die Zwickauer Handballerinnen für morgen Abend wünschen: Trainerin Corina Cupcea, Christina Zuber und Co-Trainer David Gerber in Jubelpose.

Foto: Ralph Köhler

Klassenerhalt oder Abstieg

Die Entscheidung naht: Endet morgen Abend die jahrzehntelange Zugehörigkeit des BSV Sachsen zur 2. Bundesliga, oder können sich die Zwickauer Handballerinnen am letzten Spieltag noch retten?

Von Thomas Croy
erschienen am 19.05.2017

Zwickau/Wuppertal. Die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos. Am letzten Spieltag der 2. Bundesliga geht es für den BSV Sachsen um alles. Morgen wird die Frage beantwortet: Klassenerhalt oder Abstieg. "Wir sind nach wie vor optimistisch. Es wäre auch falsch, wenn wir sagen würden, wir schaffen's nicht", betont Präsident Winfried Hermann. Er war diese Woche nochmal bei der Mannschaft, um ihr ein paar anspornende Worte mitzugeben. "Man darf den Mut nie aufgeben. Immer optimistisch bleiben! Die Mädels müssen einfach alles geben. Ich denke, wir werden das packen."

Die Muldestädterinnen haben jedoch eine schwere Aufgabe. Zum Saisonabschluss müssen sie beim TV Beyeröhde ran - ausgerechnet jenem Team, gegen das Zwickau in diesem Spieljahr die höchste Niederlage kassierte (21:33). Ach im DHB-Pokal musste man gegen die Damen aus Wuppertal die Segel streichen. Andererseits hat der TVB am vergangenen Wochenende beim Tabellenletzten Lintfort verloren. In der Liga scheint alles möglich.

"Es ist eine verrückte Saison. Ich kann mich nicht erinnern, dass es jemals so knapp zugegangen ist", unterstreicht BSV-Trainerin Corina Cupcea. "Wir haben nicht aufgegeben. Wenn Lintfort gegen die gewinnt, sollten wir das auch schaffen." Unter Umständen könnte auch ein Unentschieden reichen. Falls die Verfolger Haunstetten (gegen Lintfort) und Herrenberg (gegen Ketsch) patzen, wäre für die Sachsen sogar im Falle einer Auswärtsniederlage der Klassenerhalt möglich.

Zwickau fährt jedoch gehandicapt gen Westen. Torhüterin Magdalena Neagoe (Kreuzbandriss) fällt für ein halbes Jahr aus. Jenny Choinowski (Muselfaserriss), Josephine Hessel (Schule) und Christin Conrad (Arbeit) stehen morgen ebenfalls nicht zur Verfügung. Silvia Sajbidor ist zwar angeschlagen, wird aber wohl einsatzfähig sein. "Das ist kein Grund für diejenigen, die da sind, nicht alles zu geben. Wir können es aus eigener Kraft schaffen", macht Corina Cupcea ihrem Team Mut.

Der FSV Zwickau spielt morgen Nachmittag nicht weit entfernt in Duisburg. Vielleicht machen einige Fußballfans hinterher noch einen Abstecher nach Wuppertal, um die Handballerinnen zu unterstützen. Der BSV Sachsen kann es gut gebrauchen. "Es wäre schade für unseren Verein, wenn wir nach 25 Jahren Bundesligazugehörigkeit absteigen müssten", sinniert Winfried Hermann. Doch man ist auch für jenen Fall gerüstet: Die Spielerinnen haben alle Verträge, die für die 3. Liga gültig wären. Mit den beiden bisherigen Neuzugängen müsste man allerdings noch reden. Ob die Stadt bei einem Abstieg am Bau des geplanten neuen Ballsportzentrums festhalten würde, scheint jedoch fraglich. Es steht viel auf dem Spiel.

Anwurf: am Sonnabend, 18 Uhr in der Sporthalle Langerfeld-Buschenburg. Schiedsrichter der Partie sind Katharina Heinz/Sonja Lenhardt (TSV Heiningen/HC Wernau).

 
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